Zum 150-jährigen Bestehen der Forstverwaltung 160-jährige Bäume im Stryck vorgestellt

Willingen: Einblick in die Zukunft der Fichte

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In 25 Metern höhe: Baumkletterer Jörg Stücker von Hessen Forst in der Krone einer mehr als 160 Jahre alten Fichte die Zapfen zur Einlagerung . 

Willingen. Die Obere Forstbehörde beim Regierungspräsidium Kassel existiert, genau wie das „RP“ selbst, am 1. Oktober seit 150 Jahren. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke stellte besondere Zeitzeugen aus der Gründerzeit vor: einen mindestens 160 Jahre alten Fichtenbestand der Waldeckischen Domanialverwaltung im Stryck.

Ihr Saatgut stammte aus Thüringen. Immer wieder wurde geerntet und wieder gepflanzt. Die langlebigen Samen sind zudem dauerhaft eingelagert worden. Welche Bedeutung ihnen und der Fichte als Baum des Jahres für Wälder und Menschen zukommt, beleuchteten Vertreter der Oberen Forstbehörde und Gäste.

Saatgutbetriebe, Baumschulen, Forstwirtschaft, Sägewerke und holzerarbeitende Industrie warnen: Fichtenholz wird immer knapper, weil die nutzbare Fläche heimischer Bestände zurückgeht. Ohne die nachhaltige Bewirtschaftung hierzulande seien sie auf den Ankauf von Fichtenholz aus Regionen angewiesen, in denen alles andere als nachhaltig gewirtschaftet werde.

Die Fichte sei so eng mit der Geschichte von Wirtschaft, Krieg und Industrialisierung verbunden, dass sie ein spannendes Stück Entwicklungsgeschichte abbilde. Bei aller Förderung von Laub- und Mischwäldern soll die Fichte auch in Zukunft eine Rolle spielen. Damit sie auch im Klimawandel eine Chance hat, müssen die Samen der 160 Jahre alten Fichten im Strycktal eine Zukunft haben.(r)

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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