„Alles tipptopp“

Willingen feiert seinen vielleicht besten Weltcup

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So voll wie seit vielen Jahren nicht mehr war es beim FIS-Skisprung-Weltcup. 46.700 Zuschauer kamen an den drei Tagen zur Mühlenkopfschanze.

Willingen. „Das war vielleicht sogar der beste Weltcup, den Willingen je gesehen hat“, sagt Dieter Schütz, Pressesprecher des Ski-Club Willingen, einen Tag nach dem Skisprung-Wochenende auf der Mühlenkopfschanze.

„Es hat alles gepasst: die tolle Stimmung, das Wetter, der Auftritt der deutschen Adler, die vielen, vielen Zuschauer, keiner der Springer hat sich verletzt und auch unter den Zuschauern ist nichts Gravierendes passiert“, bilanziert ein rundum glücklicher Pressesprecher. „ Es war einfach alles tipptopp.“

Der Ski-Club Willingen als Gastgeber des FIS-Skisprung-Weltcups hatte seine erhoffte Zuschauermarke geknackt. „40.000 plus x“ Besucher hatte man sich an den drei Tagen gewünscht, nachdem sich die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren zwischen 35.000 und 38.000 eingependelt hatten. Mit 46.700 Zuschauern kamen sogar 11.000 mehr als im Vorjahr. 8579 Fans feierten die Eröffnung am Freitag und verfolgten die Qualifikation der 55 Skispringer aus elf Nationen für das Einzelspringen am Sonntag. Andreas Wellinger gab als Sieger der Qualifikation mit einer Weite von 141,5 Metern schon mal einen Vorgeschmack auf die deutschen Weitenflüge am Wochenende.

„Ausverkauftes Haus“ am Samstag

„Ausverkauftes Haus“ hieß es am Samstag mit 17.100 Zuschauern und auch das Festzelt war teilweise wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen. Und auch wenn die DSV-Adler beim Team-Weltcup am Samstag nach ihrer Führung im ersten Durchgang schließlich hinter Polen und Österreich landeten, krönte der Sieg von Andreas Wellinger beim Einzel am Sonntag ein Bilderbuchfinale.

Und auch der „Upland-Adler“ Stephan Leyhe zeigte seinen Fans souveräne Sprünge und damit sein bestes Ergebnis auf seiner Heimschanze. Es seien zwar nicht seine besten Sprünge gewesen, unzufrieden sei Leyhe aber nicht gewesen, hat Dieter Schütz aus den Skisprungkreisen gehört. Besonders erfreut sei Leyhe, weil er sich als Erinnerung einen Pokal aus Willingen mitnehmen durfte, nachdem er mit dem Team Bronze holte – nach dem Sieg in Zakopane das zweite Mal in wenigen Tagen, dass der Schwalefelder mit dem DSV-Quartett auf dem Podest landete. „Das war mein persönlicher Gänsehautmoment“, sagt Dieter Schütz. „Das hat es noch nicht gegeben, dass einer von uns hier auf dem Podest gestanden hat.“

Skispringen Willingen Weltcup Samstag 

Und jetzt freuen sich die Willinger schon auf 2018. „Noch 362 Tage bis zum Weltcup“ – postete der Ski-Club am Montag bei Facebook. Das vorläufige Datum für das nächste Kultevent im Upland ist wieder auf das letzte Januarwochenende terminiert – vom 26. bis 28. Januar 2018. Allerdings liegt die Messlatte nach diesem Wochenende hoch. „Besser geht es eigentlich gar nicht“, sagt Schütz.

Skispringen Willingen Weltcup Sonntag

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