Willingen heiß aufs Springen: Arbeitseinsatz an Großschanze

Das Team rund Schanzenchef Wolfgang Schlüter waren am Wochenende im Großeinsatz an der Mühlenkopfschanze, nachdem Frau Holle den Kanonen zur Hilfe kam. Foto: SK

15 Zentimeter Neuschnee verzaubern Wintersportplatz — Kanonen in Betrieb

Willingen. (SK)

Willingen ist wieder weiß und an der größten Großschanze der Welt war am Wochenende der erste große Arbeitseinsatz angesagt. Frau Holle fühlt sich offenbar vom Ski-Club Willingen herausgefordert und hat eine eindeutige Antwort gegeben.Wenige Tage nach der sicherheitshalber erfolgten Bestellung von Industrieschnee für den Kult-Weltcup vom 15. bis 17. Februar auf der Mühlenkopfschanze in der Skihalle in Neuss, gab es mit mehr als 15 Zentimeter Neuschnee und den erforderlichen Minustemperaturen für die Kunstschnee-Produktion erfreuliche Wetterdaten an der Mühlenkopfschanze.

Der Winter hat doch noch einmal Einzug gehalten, den Wintersportplatz in ein traumhaftes Weiß verzaubert, und an den Skihängen, aber in erster Line an der Schanze, gingen die Schnee-Kanonen und Lanzen wieder in Position. Nachdem das Team um Schanzenchef Wolfgang Schlüter als Tretkommando dem Neuschnee im Hang Halt gegeben hatte, feuerten am Abend und in der Nacht die Kanonen wieder Kunstschnee auf den Aufsprung und in den Auslauf. "Wir haben rund 800 Kubikmeter Schnee produzieren können", erklärte Schlüter nach der Nachtschicht. Als die Sonne am Sonntag verschwunden war, ging es noch einmal an die Gewehre. Die bisherigen Schneedepots waren bei frühlingshaften Temperaturen zusammengeschmolzen. Mit der Neuproduktion und der Bestellung in Neuss in der Hinterhand ist jetzt endgültig alles klar für die Weltelite der Skispringer um den überragenden Thomas Morgenstern. Hochbetrieb herrschte auch an anderen Stellen beim Arbeitseinsatz an der Mühlenkopfschanze: Michael Groß und sein Team packten Schnee in den Anlauf, um anschließend die Kühlschlangen für das Kühlsystem zu montieren.

Appetit auf den Weltcup

Mit Schnee von der Willinger Eishalle wurde das Ganze aufgefüllt, mit einer Folie abgedeckt, damit der Auslauf mittels Kühlsystem durchfriert. "Wir wollen einen optimalen Spurt bieten" versprach Groß.

Manfred Querl und sein Technik-Team versorgten unterdessen alle Container mit Strom und legten die Stromleitungen zu den Zelten. Auch viele Feriengäste, die dem Karnevalstrubel am Rhein entflohen waren, pilgerten an die Schanze und bekamen bei strahlendem Sonnenschein Appetit auf den Weltcup am Rande des Sauerlandes.

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