Mehr als eine Million Gäste schlafen im Upland

Willinger Übernachtungszahlen nah dran an Rekordniveau

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Ziele für Viele: 2018 haben erneut mehr als eine Million Gäste in Willingen übernachtet. 

Willingen. Der Tourismus im Upland ist weiter erfolgreich, die Zahl der Übernachtungen fast auf Rekordniveau. Dieses zu halten, erfordert aber stetige Entwicklung - da kommen viele Projekte ins Spiel.

In der Uplandgemeinde fanden im vergangenen Jahr mehr als eine Million Gäste Unterschlupf für die Nacht: 1,024 Millionen Übernachtungen meldet das Statistische Landesamt für 2018, ein kleiner Rückgang nach dem Rekordjahr 2017 mit seinen 1,048 Millionen.

Unter den Kurorten und Heilbädern des Landes verzeichnen nur Bad Wildungen (1,44 Millionen) und Wiesbaden (1,25 Millionen) mehr Übernachtungen – einsamer Spitzenreiter abseits dieser ist Frankfurt am Main. Noch vor Bad Wildungen liegt Willingen bei der Zahl der Gästeankünfte: gut 382 000.

Daran zeigt sich auch der Trend für Willingen: Während die Zahl der Besucher in den vergangenen 15 Jahren immer wieder steigt, bleiben sie immer kürzer – in den vergangenen beiden Jahren im Schnitt 2,7 Tage statt der 3,27 von 2003. Auch wenn der Deutschland-Tourismus einen Boom erlebe, gehe der Trend zum Zweit-, Dritt- oder auch Vierturlaub, erklärt Tourismus-Manager Miro Gronau. Für Willingen als Ziel bleibe also weniger Zeit.

Dass die Zahl der Übernachtungen immer im Bereich einer Million liegt und sich zuletzt auf steigendem Niveau befunden habe, sei nur durch steigende Ankunftszahlen zu erreichen: „Wir müssen also mehr Leute begeistern, uns stetig fortentwickeln und attraktiver werden“, erläutert Gronau.

„Eine Steigerung ist nur möglich, wenn man eine ganz starke Infrastruktur hat. Im Sauerland sind wir da führend, die ganze Region wurde stringent entwickelt“, befindet der Tourismus-Manager. In Willingen sei das Engagement von Privatinvestoren wie Gemeinde ein Glück. Die Weiterentwicklung des Rad-Tourismus etwa durch den Bike-Park Willingen lässt ihn hoffen, das Niveau der Ankünfte halten oder ausbauen zu können. Auch im Bereich der ambulanten Kur hat Willingen Pläne.

Interessant für Tagesgäste: der geplante "Skywalk" an der Mühlenkopfschanze.

Zwei Ergänzungen hat Gronau zu den Zahlen des Statistischen Landesamtes: Erstens umfassen diese nur Betriebe mit zehn Betten oder mehr – die vielen kleinen Ferienwohnungen im Upland miteinbegriffen komme die Gemeinde auf 1,3 Millionen Übernachtungen. Außerdem hat sie auch viele Tagesgäste, über deren Zahl es keine Erhebungen gibt. Hier erwartet Gronau durch die Hängebrücke „Skywalk“ eine weitere Belebung: „Die Vernetzung verschiedener Freizeitangebote ist das Entscheidende.“

Auch wenn die Besucherzahl des vergangenen Jahres kein neuer Rekord war: Der Februar 2018 hatte die meisten Übernachtungen aller aufgezeichneten Monate: 126 420. Nach einem schneearmen Januar konzentrierte sich das Skifahren auf den zweiten Monat des Jahres. Auf der anderen Seite gab es einen schwachen August mit knapp 93 000 Übernachtungen: „Der Wandertourismus ist in der Hitze geschmolzen“, sagt Gronau. Beides zeige, dass wetterunabhängige Angebote wie der Neubau des Lagunenbades wichtig seien.

Wichtig zur Abrundung des Tourismusangebots: das Lagunenbad.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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