Willinger für Wiesbaden?

Dieter Schütz (rechts) aus Willingen tritt am Sonntag als Direktkandidat der FDP an, hier neben MdL und Kreisvorsitzenden Heinrich Heidel und Ersatzbewerberin Hiltrud Schwarz.

Für Dieter Schütz könnte die Woche im Moment sicher gerne mehr als sieben Tage haben. Der 46-Jährige ist nicht nur Direktkandidat der FDP für die Landtagswahl in Hessen, sondern daneben noch Pressesprecher des SC Willingen und in die Vorbereitungen zum Skisprung-Weltcup involviert und als Unternehmer gefragt. Mit Blick auf die Wahl am kommenden Sonntag hat die Politik derzeit aber ganz klar Vorrang.

Nach den Irrungen und Wirrungen bei der Hessen-Wahl vor zwölf Monaten schicken die Liberalen in Waldeck-Frankenberg wieder den Willinger ins Rennen. Bei seiner Premiere hatte Schütz mit 10,2 Prozent der Erststimmen in seinem Wahlkreis das viertbeste Landesergebnis der FDP erzielt. In Willingen lag der Anteil mit 35,7 Prozent noch deutlich höher. "Dieses Ergebnis möchte ich halten, oder — was natürlich noch besser wäre — weiter ausbauen", sagte Schütz dem SauerlandKurier. Sein Ziel ist klar: "Kurz- oder mittelfristig will ich in den Landtag.

Ein Ende der "hessischen Verhältnisse" ohne eine Mehrheit, die seit der letzten Wahl vor zwölf Monaten herrschen, sehnt er herbei: "Diese Zeit war kein Stillstand, sondern Rückschritt für das Land." Hinsichtlich des Wahlausgangs wünscht sich Schütz eine Koalition der Liberalen mit der CDU. Auch wenn derzeit alle Prognosen darauf hindeutet, will er sich nicht zu früh freuen. "Seit der Wahl vor einem Jahr traue ich keinen Umfragen mehr", schmunzelt der Upländer. Mit Blick auf seine Heimat wünscht sich Schütz, dass die Wintersport- und Urlaubsregionen Willingen und Winterberg über die Landesgrenzen stärker zusammenwachsen. "Da geht noch mehr", meint der FDP-Politiker. Ziel müsse sein, sich als eine Urlaubsdestination zu präsentieren.

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