Erster Winterwandertag in Willingen hat Generalprobe bestanden

„Wir sind doch Pioniere“

Ob beim Wandern oder beim Eisstockschießen: Die Gäste des ersten Winterwandertags in Willingen waren begeistert dabei. Foto: Kristin Sens

Der erste Deutsche Winterwandertag in Willingen ist bei Gästen und Organisatoren gut angekommen.

Auch der fehlende Schnee stellte kein großes Problem dar: „Die Leute nehmen es wie es kommt“, hat Christine Merkel vom Deutschen Wanderverband (DWV) beobachtet.

Einige Veranstaltungen, wie die Gesundheitswanderung zum Beispiel, wurden aufgrund großer Nachfrage sogar in zwei Gruppen geteilt. Christiane Merkel, die selbst eine der Gesundheitstouren leitete, sagte: „Für mich war der fehlende Schnee keine große Umstellung, die Aspekte um die es bei einer Gesundheitswanderung geht, kann man mit und ohne Schnee umsetzen.“ Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes, ergänzte: „Die Leute die da sind, haben sich auf den fehlenden Schnee eingestellt.“

Als ein besonderes Erlebnis wurde von vielen die Fackelwanderung am Montagabend erlebt. Auch die Kutschfahrten kamen gut an. „Das ist alles super ausgearbeitet, auch das Ersatzprogramm ist gut – die ganze Veranstaltung ist sehr gelungen“, äußerte sich etwa Hildegard Cremer aus Werl begeistert. Sie war zum ersten Mal in Willingen und nahm erstmalig überhaupt an einem Deutschen Wandertag teil. Angelika Meyer, Erste Vorsitzende des SGV Werl, pflichtete ihr bei: „Ich bin richtig euphorisch und bin froh, hier zu sein. Wir haben so viele liebe, nette Menschen kennengelernt. Die Wanderführer haben sehr flexibel auf alles reagiert und letztendlich lernt man immer wieder etwas Neues kennen, wie zum Beispiel das Eisstockschießen hier: So etwas habe ich noch nie gemacht. Und schließlich sind wir doch Pioniere, als Teilnehmer des Ersten Deutschen Winterwandertags.“

Dabei wäre die muntere Damengruppe aus Werl um ein Haar gar nicht gekommen: „Als ich vor circa einem halben Jahr die Infopost erhalten habe und in meiner Runde die Idee vorstellte,“ erzählte Meyer, „war das Interesse zunächst gering. Ach nö, hieß es, doch nicht im Winter.“ Dann habe sie sich das Programm noch einmal vorgenommen und Feuer gefangen. Schließlich konnte sie auch einige Mitstreiterinnen überzeugen. Für sie muss im Winter nicht unbedingt Schnee liegen: „Das sieht auch so romantisch aus.“ Schließlich gab es am Dienstag wenigstens einen Hauch von Schnee, auch wenn er bald wegtaute.

Auch Norbert Block aus Bielefeld war bereits im Vorfeld von dem Programm des Winterwandertages begeistert: „Ich fand das eine tolle Idee und habe zu meiner Frau gesagt: Da fahren wir hin.“ Ihn hat besonders die Kombination aus den täglichen Wanderungen mit den anderen Aktivitäten gereizt, sowie das Wellnessangebot in ihrer Unterkunft. „Ein bisschen“ vermisse er den Schnee schon, sagte er. Dennoch, wenn es wieder einen Winterwandertag gibt, er würde wieder mitmachen. (Von Kristin Sens, willingen@sauerlandkurier.de)

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