Individuelle Lösungen

Workshop befasst sich mit Ergebnis des Naturpark-Projekts

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Um die Umsetzung konkreter Maßnahmen aus dem Biotopverbund-Projekt des Naturparks ging es beim Workshop in Willingen.

Willingen. Zum Abschluss des Biotopverbund-Projekts im Naturpark Diemelsee wurden in einem Workshop Strategien zur Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse diskutiert.

Dazu teilten sich die rund 30 Teilnehmer, Verantwortliche des Naturparks Diemelsee, Vertreter der Kommunen und der Kreise und Mitglieder von Naturschutzorganisationen wie dem NABU, in drei Gruppen. Eine beschäftigte sich mit den Waldgebieten, eine zweite mit den landwirtschaftlichen Flächen und eine dritte mit öffentlichen Flächen.

Oberstes Prinzip, so betonten alle drei Gruppen bei ihrem Fazit, sei die Freiwilligkeit. Land- und Waldbesitzer sollten zu keinen Maßnahmen gezwungen werden. Stattdessen setzt man auf gezielte Information und Kommunikation.

Die Forstgruppe stellte fest, dass der größte Anteil der Waldflächen zur Umwandlung in Grünland und ein kleinerer Anteil zur Umwandlung in Laubwald vorgesehen ist. Förster Karl-Ludwig Oriwall versicherte, dass dies auch manchmal im Interesse des Forstes sein könne. Die Gruppe verständigte sich darauf, eine Prioritätenliste zu erstellen und setzt darauf, dass beide Seiten - die Naturschützer sowie die Waldbesitzer gleichermaßen - die Initiative ergreifen.

Die Agrargruppe einigte sich darauf, zunächst Brachflächen umzuwandeln, hier sei eine Kooperation der Besitzer einfacher zu gewinnen. Bei Nutzflächen ist das Ziel, zunächst den Status Quo zu erhalten. Als Flächen mit hoher Erfolgsgarantie nannten sie das Hoppecketal bei Messinghausen, das obere Diemeltal sowie das Rhenetal bei Adorf. Schwerpunktmäßig schlugen sie die Kooperation mit Schäfereien und weiteren Vieh haltenden Betrieben zur Grünlandpflege vor.

Die „Kommunal-Gruppe“ schlug vor, Korridore zur Verbindung von Biotopen entlang von bestehenden Straßen, Wirtschafts- und Wanderwegen zu schaffen. Dabei wolle man auch an Triftwege für Schafherden denken. „Da wächst etwas“, freute sich Projekt-Koordinator Prof. Dr. Eckhard Jedicke.

Während der dreijährigen Projektphase waren zuerst die prägenden Biotopformen bestimmt sowie ein Zielartenkonzept mit rund 60 zu untersuchenden Tier- und Pflanzenarten entwickelt worden, Für diese folgte eine Bestandserfassung und Dokumentation und abschließend die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs, von dem erste Projekte bereits umgesetzt wurden. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich im Mai vorliegen.

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