Ärzte erarbeiten Resolution

Die niedergelassenen Ärzte aus Winterberg und Umgebung kämpfen für die Erhöhung der Regelleistungspauschale.

Die niedergelassenen Ärzte aus Winterberg und Umgebung hatten kürzlich den Landtagsabgeordneten Hubert Kleff (CDU) zu einem Gespräch eingeladen. Zuvor hatten sie sich von der Rechtsanwältin Caroline von Prittwitz aus Köln über einen Systemausstieg und über die sogenannte Regelleistungsvolumina (pauschale Vergütung) informieren lassen.

Im Mittelpunkt des Gespräches mit dem Abgeordneten stand die haus- und fachärztliche Versorgung der Menschen im östlichen Hochsauerlandkreis.

In der zum Teil frostigen Atmosphäre wurde insbesondere die sehr unterschiedliche Vergütung der ärztlichen Leistungen angesprochen. Nach Aussage des Ärztesprechers Dr. Förster, Medebach, erhalten die Hausärzte für die Versorgung der Patienten eine Regelleistungspauschale.

Diese Pauschale beträgt in Niedersachsen 44 Euro, in Bayern 42 Euro, in Thüringen 41 Euro und in Westfalen-Lippe 32,43 Euro je Patient und Quartal. Dr. Förster: "Wie will man bei einer solchen Vergütung die hausärztliche Versorgung in Zukunft auf dem Land sicherstellen?"

"Durch irrwitzige Abstaffelungsmechanismen werden zudem große Praxen durch Honorarminderung bestraft", so Dr. Holzhausen aus Medebach. Die Ärzte überreichten Kleff eine entsprechende Resolution an Minister Karl-Josef Laumann.

Hubert Kleff: "Ich verstehe Ihre Unzufriedenheit, aber der Minister ist der falsche Adressat. Für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und für die Verteilung der Vergütung an die Ärzte ist die Kassenärztliche Vereinigung zuständig. Die Landesregierung steht zum Hausarzt. In Düsseldorf wird intensiv daran gearbeitet, wie man die hausärztliche Tätigkeit auf dem Land attraktiver gestalten kann. Der Haushalt 2009 sieht zum Beispiel 1,5 Millionen Euro vor um die Weiterbildung in ländlichen Hausarztpraxen zu fördern".

Der Landtagsabgeordnete hat abschließend eine Abordnung der Ärzte zu einem Gespräch mit den Mitgliedern des CDU-Arbeitskreises in den Landtag eingeladen.

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