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Besondere Aktion zu St. Martin: Laternen leuchten in den Sauerländer Fenstern

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Von: Anna Sartorius

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Auch Tom und Ben aus Silbach beteiligen sich mit Mama und Papa und ihren tollen selbstgebastelten Laternen an der Aktion „Laternen-Fenster“.
Auch Tom und Ben aus Silbach beteiligen sich mit Mama und Papa und ihren tollen selbstgebastelten Laternen an der Aktion „Laternen-Fenster“.

Hallenberg/Eslohe/Medebach/Schmallenberg/Winterberg – Schon Tage und Wochen vor dem 11. November, dem Tag zu Ehren des Hl. Martin, freuen sich Kids auf dieses besondere Datum. Sie basteln im Kindergarten oder zuhause gemeinsam mit den Erwachsenen Laternen, schneiden die Form zum Beispiel eines kleinen Drachens oder Einhorns oder Regenbogens aus Bastelpapier, verzieren und bekleben diese – und können es kaum erwarten, mit Mama und Papa, Oma und Opa, Tante und Onkel und ihren leuchtenden Laternen im Martinszug mitzugehen, zu singen und anschließend süße Brezel zu naschen.

Die heimischen Pastoralverbunde, Vereine und weiteren Initiatoren bedauern es sehr, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr keine Martinszüge ausrichten können. Doch die Gesundheit der Kinder und Erwachsenen sei das Wichtigste, sind sich alle einig. Aber den Kopf in den Sand stecken? Das ist nichts für die Sauerländer. Also beteiligen sich viele von ihnen an einer Aktion alternativ zu den Martinszügen: der „Aktion Laternen-Fenster“. Alle Haushalte mit Kindern und auch ohne Kinder sind aufgerufen, ihre schönen bunten selbstgebastelten oder gekauften Laternen in den Fenstern leuchten zu lassen, zum Gedenken und zu Ehren des Sankt Martin sowie als kleines Zeichen, als kleine Geste des Zusammenhalts in diesen schweren Zeiten. Kleine und große (abendliche) Spaziergänger und auch Daheimgebliebene können sich so an den Laternen in ihrer Nachbarschaft und im Ort erfreuen. 

Ein Adventskalender aus Laternen – so kreativ hat die Familie Hammer gebastelt.
Ein Adventskalender aus Laternen – so kreativ hat die Familie Hammer gebastelt.

„Ganz im Sinne von St. Martin wollen wir mit Hilfe der Laternen Hoffnung schenken in dieser schwierigen Zeit. Gemeinsam schaffen wir das!“, sagen die Initiatoren der bundesweiten Aktion. Ursprünglich geplantes Ende der Aktion ist am Martinstag selbst, am Mittwoch, 11. November. Doch viele Sauerländer lassen die Laternen auch darüber hinaus in ihren Fenstern leuchten. Besonders kreativ war zum Beispiel Familie Hammer, wie sie dem SauerlandKurier mitteilte: „Wir haben für die ganze Straße gebastelt – und gleich einen Adventskalender aus Laternen gemacht.“ 

In den vergangenen Wochen erreichten die Redaktion natürlich zahlreiche Absagen zu den Martinszügen, aber auch einige kleine Aktionen, die Orte, die die Möglichkeit dazu haben, auf die Beine stellen. Hier eine kleine Übersicht zur Information und Inspiration (angekommen bis Redaktionsschluss):

Gleidorf 

Eine kleine Alternative zu den Martinszügen bietet die Lichter- und Zuspruchskirche in Gleidorf. Dort ist in das System ein eigener Martinsbereich eingestellt worden. Zu hören sind Lieder und Geschichten rund um den Hl. Martin. Sogar ein Gottesdienst für Erwachsene ist eingestellt. Kinder können gerne mit ihren Eltern oder Großeltern und mit ihren Martinslaternen kommen. Die Farben der Kirche können selbst ausgewählt werden. Dazu leuchten die Laternen zu Ehren des Hl. Martin. Die Kirche ist bis 18 Uhr geöffnet.

Grönebach 

Die Martinsfeier am Saure-Wiese-Haus fällt aus. Dennoch soll an das Wirken des Hl. Martin erinnert werden, indem am 11. November Brezeln an die Kinder verteilt werden. Die Jüngsten erhalten die Brezeln im Kindergarten, für die Kinder bis zur 6. Klasse und die älteren Messdiener werden die Brezeln vom Pfarrgemeinderat an die Haustür gebracht.

Wunderschön geschmückt haben viele Kurier-Leser ihre Fenster im Rahmen der bundesweiten Aktion.
Wunderschön geschmückt haben viele Kurier-Leser ihre Fenster im Rahmen der bundesweiten Aktion.

Siedlinghausen 

Siedlinghausen möchte auf den St. Martin nicht verzichten und da es keinen Umzug geben darf, kommt er zu den Kindern nach Hause. Jessica Peis und Patricia Bender machen sich mit ihren Tinkerstuten Luna und Judy am 11. November ab 17.30 Uhr auf den Weg. Sie bringen den Kindern eine Kleinigkeit vorbei. Da nicht alle Straßen beritten werden können, gibt es folgende Routen: 

- Route 1: Am Meisterstein / Ennertstr. / Allenbergstr. / Goethestr. / Von-Fürstenberg-Str. / Tannenbergweg / Schillerstr. / Sorpestr.

- Route 2: Friedhofstr. / Kahlenbergstr. / Senge-Platten-Str. / Eschenplatz / Weberstr. / Kolpingstr. / „Klodeckel“ / Vom-Stein-Str. / Sportplatz / Am Mühlengrund / Negertstr. / Alter Hagen Die Organisatoren bitten darum, dass die Kinder mit ihren Laternen zuhause auf den St. Martin warten und es zu keinen Gruppenbildungen kommen zu lassen. Eslohe Da auch in Eslohe der Martinszug ausfallen muss, dessen Vorbereitung vor allem in den Händen der Kolpingsfamilie Eslohe liegt, haben sich die Verantwortlichen zu einer besonderen Aktion entschieden. Die Vorstände von Kolpingsfamilie und Kolpingjugend spendieren den Kindern der beiden Esloher Kindergärten, den Schülern der Raphael-Grundschule, der Brüder-Grimm-Schule und der Kardinal-von-Galen-Schule Brezeln. Sie werden am Martinstag in die Einrichtungen geliefert. Auch die Erzieherinnen und Lehrer werden nicht leer ausgehen. Mehr als 500 Brezeln werden auf diese Weise verschenkt und sorgen im Sinne des Heiligen Martin für viel Freude in den Einrichtungen.

Eslohe

Da auch in Eslohe der Martinszug ausfallen muss, dessen Vorbereitung vor allem in den Händen der Kolpingsfamilie Eslohe liegt, haben sich die Verantwortlichen zu einer besonderen Aktion entschieden. Die Vorstände von Kolpingsfamilie und Kolpingjugend spendieren den Kindern der beiden Esloher Kindergärten, den Schülern der Raphael-Grundschule, der Brüder-Grimm-Schule und der Kardinal-von-Galen-Schule Brezeln. Sie werden am Martinstag in die Einrichtungen geliefert. Auch die Erzieherinnen und Lehrer werden nicht leer ausgehen. Mehr als 500 Brezeln werden auf diese Weise verschenkt und sorgen im Sinne des Heiligen Martin für viel Freude in den Einrichtungen

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