Ein mildes Jahresfinale

Dezember-Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg

Die Weihnachtstage waren auch in diesem Jahr wieder weitgehend schneefrei. Die Aufnahme zeigt das oberste Lennetal bei Langewiese am 2. Feiertag.

Hallenberg/Medebach/Winterberg - Wie schon zehn der elf Vorgängermonate im Jahr 2019 war auch der Dezember im Sauerland ein eher milder Geselle. Bei in etwa normalen Regenmengen zeigte sich die Sonne für einen Dezember üblich recht selten. Schnee fiel selbst in den Hochlagen nur einmal in nennenswerter Menge. 

Die Messungen und Beobachtungen des „Wetterportal Sauerland“ (www.wetter-sauerland.de) ergab folgende Bilanz:

Temperatur

Mit einer Mitteltemperatur von 1,2°C war der Dezember knapp 3°C milder als ein üblicher Vertreter seiner Art in der Vergleichsperiode 1961 bis 1990 und rund 0,5°C milder als der Dezember 2018. Im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren lag die Abweichung nach oben noch bei etwa 2°C. Dabei begann der Monat recht kalt. In etwas höher gelegenen Tälern sowie rund um Winterberg war der 1. Dezember, gleichbedeutend mit dem 1. Advent, sogar ein Dauerfrosttag. 

An den Folgetagen wechselten sich einige mildere mit kälteren Tagen ab. Rund um den 2. Advent zog mit dichteren Wolken auch mildere Luft auf und für einige Tage wurden ausschließlich Plusgerade gemessen. In der Woche zwischen dem 2. und 3. Advent gingen die Werte wieder etwas zurück, in den Tallagen kletterten sie am Tag dann aber doch meist etwas über den Gefrierpunkt. Nach Monatsmitte bestimmten dann bis kurz nach Weihnachten überwiegend milde Luftmassen das Wetter im Sauerland. Besonders der 17. und 19. machten sich dabei als besonders unwinterliche Tage einen Namen. So kletterte das Thermometer an der Wetterstation in der Hasenkammer in Medebach auf fast schon frühlingshafte 10,8°C, im 250 Meter höher gelegenen Winterberg wurden sogar noch etwas mildere 11°C erreicht.

Richtung Weihnachten gingen die Temperaturen dann wieder etwas zurück, aber erst am 2. Feiertag wurde der Gefrierpunkt in den höchsten Lagen erreicht. Bis Silvester schloss sich dann Hochdruckwetter an und es bildete sich eine Inversion mit milden Bergen und kalten Tälern heraus. Die kälteste Temperatur des gesamten Monats wurde am Morgen des 28. Dezember mit -8,3°C wiederum an der Ruhrquellenhütte gemessen.

Die Sonne war ein Zaungast

Niederschlag 

Obwohl man in diesem Monat den Eindruck bekommen konnte, dass es fast täglich geregnet hat: Zum Monatsschluss lagen die Mengen sogar etwas unter den Normalwerten. Der Kahle Asten kam dabei auf 134 Liter pro Quadratmeter und damit etwas mehr als 30 Liter weniger als üblich. In Neuastenberg und Langewiese wurden noch 110 Liter gemessen. Fast ausschließlich fiel dieser Niederschlag als Regen, nur zwischen dem 10. und 14. mischte sich nennenswerter Schnee dazwischen. In den Tälern rund um Medebach und Hallenberg blieb dieser lediglich wenige Stunden liegen. In den höchsten Lagen rund um Winterberg erreichte die Schneehöhe am 14. Dezember kurz bis zu 27 cm. 

Wind 

In den Niederschlagsphasen wehte der Wind teilweise kräftig, allerdings war er nur kurz wirklich stürmisch. Besonders auf sich aufmerksam machte dabei der Abend des 14. Dezembers, als eine schmale Kaltfront über das Sauerland hinweg zog. Der Kahle Asten erreichte dabei die mit Abstand stürmischste Böe des Monats. 104 km/h bedeuteten Windstärke 11. 

Sonne 

Die Sonne war, so wie es in einem Dezember üblich ist, mit rund 40 Stunden eher Zaungast. Kurze freundliche Phasen gab es aber doch. Rund um den 4. Dezember und zwischen Weihnachten und Silvester erfreuten sich die Sauerländer an sonnigen und frostigen Stunden.

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