Weltmeisterin mit Empfang geehrt

Dorfgemeinschaft Silbach feiert die Erfolge von Cheyenne Rosenthal

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Cheyenne Rosenthal wurde jetzt in Silbach für ihre Leistung bei der WM mit einem Empfang geehrt.

Silbach/Winterberg. Hans-Jürgen Köhne und Alois Schnorbus brachten es treffend auf den Punkt: „Für den Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverband war es ein überragendes Wochenende“, sagten die beiden Vizepräsidenten des NWBSV nach dem 5. FIL Junioren- und A-Jugend Weltcup Rennrodel in der Veltins-EisArena in Winterberg. „Diese Erfolge sprechen für die hervorragende Nachwuchsarbeit an unserem Stützpunkt.“

In der Tat: Die 18-jährige Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) gewann in souveräner Manier den Einsitzer-Wettbewerb der Juniorinnen vor Jessica Degenhardt (+0.366 Sekunden) und gehörte auch der siegreichen deutschen Teamstaffel an, die zum Abschluss den Mannschafts-Wettbewerb gewann. „Cheyenne war in großer Form und hat nachdrücklich ihren Junioren-WM-Titel von Igls bestätigt“, betonte Landestrainerin Katja Haupt. „Schon im Training hat sich das angedeutet.“ Am Samstagabend wurde Rosenthal in ihrem Heimatort Silbach gefeiert. Die Dorfgemeinschaft bereitete ihr einen gebührenden Empfang. „Unser Dorf ist stolz auf dich“, sagte Silbachs Ortsvorsteher Andre Kruse beim Empfang in der Silbacher Dorfhalle. 

Sportler, Freunde, Eltern, viele Dorfbewohner und Kinder vom Skiklub waren gekommen, um den WM-Titel würdig zu feiern. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, meinte die Rennrodlerin. Paul Senske führte durch den Abend. Im Namen des Dorfes gratulierte Andre Kruse: „Zum ersten Mal in der Dorfgeschichte kann Silbach einen derart herausragenden Erfolg feiern.“ Alois Schnorbus, Vizepräsident des NRW Bob- und Schlittenverbandes, betonte dass dieser Titel ungemein wichtig sei. „Zum einen ist es der sportliche Erfolg, aber auch für die weitere Finanzierung ein wichtiger Schritt.“ 

„Cheyenne hat großes Potential“ 

Jens Morgenstern, Vorsitzender des BSC Winterberg, ergänzte: „Cheyenne hat großes Potenzial. Sie kann es schaffen, in zwei bis drei Jahren Weltcup bei den Senioren zu fahren. Der Weg wird manchmal holprig ein, aber mit ihrer Einstellung wird sie das schon schaffen.“ Auch Landestrainerin Katja Haupt, Steffen Wöller, B- Trainer der deutschen Nationalmannschaft, und die Eltern Bernadette und Rainer Rosenthal trauen ihr das zu. „Cheyenne ist zielstrebig und wird ihren Weg gehen. Sie hat sich auch durch Rückschläge nicht beirren lassen“, so Wöllner. Im Namen der Stadt Winterberg gratulierte ihr auch der stellvertretende Bürgermeister Martin Schnorbus. 

Empfang der Junioren-Weltmeisterin Cheyenne Rosenthal in Winterberg

Ihren weiteren Weg geht Rosenthal jetzt bei der Bundeswehr. In Hannover wird sie die vierwöchige Grundausbildung machen. Nach dem offiziellen Teil blieb man noch in gemütlicher Runde zusammen. Für einen weiteren Glanzpunkt bei der 5. FIL Junioren- und A-Jugend Weltcup Rennrodel in der Veltins-EisArena in Winterberg sorgten zuvor auch Sophie Gerloff (BSC Winterberg) und Melina Cielaszyk (BRC Hallenberg). Gerloff gewann die Konkurrenz der weiblichen Jugend A, Cielaszyk sicherte sich die Silbermedaille. „Sophie hat mit ihren 16 Jahren erneut ihre Klasse bewiesen. Für die ein Jahr jüngere Melina war es der erste Weltcup-Einsatz. Da kann man nur gratulieren“, erklärte eine glückliche Katja Haupt. 

Bei den Doppelsitzern der männlichen Jugend A belegten Henrik Altenhoff und Matteo Oberliessen (beide BRC Hallenberg) den fünften Platz. Gegenüber dem letzten Weltcup in St. Moritz steigerten sie sich um einen Rang. Ausrichtender Verein war wie immer bei Rennrodel-Veranstaltungen der BRC Hallenberg, der den Weltcup bestens ausführte. „Es hat alles geklappt“, betonte BRC-Chef Hans-Jürgen Köhne. „Auch das Wetter stimmte.“

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