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Dreigeteilter Oktober: Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg

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Die Sonnentage dieses Monats konzentrierten sich auf die Monatsmitte und auf den 1. Oktober. Die Berge, hier Neuastenberg, lagen an diesem Tag an der Küste des Nebelmeeres.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. In einem typischen Oktober kann man im Sauerland durchaus mal mit richtigen Frösten und auch einer Schneedecke rechnen. In diesem Jahr bliebt es allerdings recht mild. Bei etwas zu hohen Regenmengen zeigte sich die Sonne den fünften Monat in Folge weniger als üblich. Dies zeigten die Aufzeichnungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland. Eine Übersicht für Leser des SauerlandKurier:

Temperatur 

Mit einem Monatsmittel von 8,1 Grad auf dem Kahlen Asten war dieser Oktober rund 1,8 Grad milder als ein durchschnittlicher Vertreter seiner Art in der Periode 1961 bis 1990. Damit war er nur etwa ein Grad kühler als der September. Der Oktober lässt sich sehr gut in drei Abschnitte unterteilen. Die ersten zehn Tage waren dabei, abgesehen vom Monatsersten, wechselhaft, nass, windig und eher kühl. In dieser Periode erreichten die Temperaturen auf den Bergen nur ganz kurz die 10-Grad-Marke, meist schwankten sie zwischen 6 und 9 Grad, in den Tälern waren 15 Grad meist das Ende der Fahnenstange. 

Ab dem 11. änderte sich die Wetterlage deutlich und ein sehr mildes Lüftchen aus Südwest wehte den Sauerländern für einige Tage um die Nase. Der absolute Spitzentag war der 16. Oktober mit 21,1 Grad auf dem Kahlen Asten. Noch nie war es hier seit 1955 so spät im Jahr so warm. In den nördlichen Winterberger Dörfern wie Niedersfeld und Siedlinghausen wurden sogar 23 bis 24 Grad gemessen. Dagegen war es in Medebach und Hallenberg mit 20 Grad verhältnismäßig kühl. 

Regen: Unterschiede waren sehr groß

Zum Monatsende gingen die Temperaturen zurück, wenn auch der Gefrierpunkt nirgends im Sauerland unterschritten wurde. Der Tiefstwert lag an der Ruhrquellenhütte bei 0,4 Grad, auch das kalte Gelängebachtal bei Medebach erreichte nie weniger als 2 Grad. Am Kahlen Asten wurde am vorletzten Tag 1 Grad als Tiefstwert gemessen. 

Niederschlag 

In puncto Regen waren die Unterschiede zwischen den Bergen und Tälern sehr groß. Während der Kahle Asten rund 150 Liter pro Quadratmeter erreichte und damit das Monatssoll um etwa 30 Liter überschritt, fiel in Medebach nur wenig mehr als ein Drittel dieser Menge. Westliche bis südwestliche Winde stauten sich am Rothaargebirge, regneten hier ab und ließen der Medebacher Bucht im Windschatten nur wenig übrig. Die regenreichsten Tage lagen am Anfang des Monats. 

Wind 

Der Wind orientierte sich an der Tiefdrucktätigkeit und war zum Monatsstart sehr lebhaft, er legte in der milden Phase rund um den 15. eine Pause ein und drehte dann wieder auf. Herausragende Ereignisse waren der 5. Oktober mit Sturm „XAVIER“ und Windspitzen zwischen 70 und 90 km/h auf den Bergen sowie die Nacht der Zeitumstellung, 28. auf 29. Oktober, als „HERWART“ auf dem Kahlen Asten Böen bis zu 113 km/h brachte. 

Sonne 

60 Stunden zeigte sich die Sonne auf dem Vater der Sauerländer Berge, normal wären rund 100 Stunden gewesen. Besonders interessant war die Verteilung dieser Sonnenscheinausbeute. 46 der 60 Stunden kamen zwischen dem 12. und 19. zusammen. Abgesehen vom Monatsersten, der recht nett verlief, blieb die Wolkendecke ansonsten fast durchweg dicht.

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