Bauausschuss stimmt für Entwurf zur Bad-Attraktivierung

„Eigentlich ein Panoramabad“

Diese Bereiche wurden vorgestellt: der Ruhe- und Aufenthaltsbereich (1), der Freibadcharakter (2) und die textile Familiensauna (drei). Foto: b.i.g. Technische Revisionsgesellschaft

Der Entwurf zur Fortentwicklung und Attraktivierung des städtischen Schwimmbades im Zusammenhang mit dem angrenzenden Sauna- und Wellnessbereich im Winterberger Oversum wurde am Dienstag im Bauausschuss vorgestellt und besprochen.

Dazu präsentierten die Architekten Nadine Haydn und Jürgen Hain von der „b.i.g. Technische Revisionsgesellschaft“ die in drei Bereiche aufgeteilte Aufgabenstellung.

- Teil 1: Im neu gestalteten Aufenthalts- und Ruhebereich, für den der bestehende Fitnessbereich weichen muss, sollen die Bade- und Saunagäste eine Rückzugsmöglichkeit finden. Der Counter im Untergeschoss soll zudem geschlossen, der bestehende Kassenautomat auf ein modernes Chipsystem umgerüstet und im oberen Bereich der Hotel-Rezeption aufgestellt werden. Personalkosten sollen so gespart werden. Zudem ist es möglich, mehrere Tarife abzurechnen, mit dem Chip zusätzliche Schließfächer im Bade- oder Aufenthaltsbereich für persönliche Wertsachen und den gastronomischen Service im geplanten Aufenthaltsbereich nutzen zu können. Besonders Niederländer, die auch kleinere Beträge gerne mit Kreditkarten bezahlen, werden sich über die Kartenzahl-Option freuen. Durch die Abschaffung der Schlüsselkarten müssen auch die Schlösser der Umkleideschränke ausgetauscht werden. Schnell war die Entscheidung auf ein mechanisches statt elektronisches Schließsystem gefallen. „Die 10.000 Euro können wir als Puffer für andere eventuell noch anfallende Kosten gebrauchen“, so die einhellige Meinung. Der Umbau soll den Schwimmbad- und den Saunabereich attraktivieren, die verschiedenen Bereiche werden als Einheit wahrgenommen.

- Teil 2: Die im Vorfeld viel diskutierte „Schaffung eines Freibadcharakters“ wurde vorgestellt. Nadine Hayd zeigte Skizzen, auf denen die vorhandene, seitliche Fensterfront nach hinten weitergezogen und nur ein Stück der hinteren Wand geöffnet wird. Michael Beckmann zeigte sich zufrieden. „Man müsste das Schwimmbad dann eigentlich in Panoramabad umbenennen.“ Durch eine Stützwand und eine Art „Wintergarten“ als Ausgang auf die ebenerdige Liegewiese sollen sich Arbeiten und Kosten im Rahmen halten. „Weiterhin benötigen wir kein neues Brandschutzkonzept und keine Änderung an Heizung und Lüftung“, so die Architektin.

- Teil 3: Ein regionales Alleinstellungsmerkmal für Familien, junge Erwachsene internationale Touristen möchte sich Winterberg mit der konzeptionierten Textilsauna schaffen. „Es ist eine sinnvolle Ergänzung für das vorhandene Abkühl-Außenbecken“, so Bürgermeister Eickler. Sie wird als fertiges Modul angeliefert und bietet mit einer Übereckverglasung für 18 bis 20 Personen Platz. Die „60 Grad Familien Sauna“ berechnet sich mit 84.000 Euro.

Counter-Schließung, Ruheraum, Chipsystem und Beschilderung sind mit 253.000 Euro veranschlagt und der Umbau des Bades mit Ausgang zur Liegewiese schlägt mit 361.000 Euro zu Buche. Somit liegen die geschätzten Gesamtkosten von 698.000 Euro insgesamt 27.000 Euro unter dem Haushaltsansatz. Mit einer Gegenstimme und vier Enthaltungen der SPD-Fraktion wurde für die Schaffung des Freibadcharakters, für alle anderen Entwürfe einstimmig der Planungsauftrag an die Verwaltung erteilt. Michael Beckmann teilte mit: „Ziel ist es, nach den Sommerferien mit den Umbauarbeiten zu beginnen und noch in diesem Jahr abzuschließen.“

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