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"Eine Welt" für alle

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Die Mitglieder bei der Versammlung. In der vorderen Reihe die Vorstandsmitglieder (von links) Sebastian Mörchen, Alice Garbacz und Raphael Steden. Es fehlt Vorstandsmitglied Clemens Wingenbach.
Die Mitglieder bei der Versammlung. In der vorderen Reihe die Vorstandsmitglieder (von links) Sebastian Mörchen, Alice Garbacz und Raphael Steden. Es fehlt Vorstandsmitglied Clemens Wingenbach.

Der gemeinnützige Verein "Building One World" hat sich zur Aufgabe gemacht, die interkulturelle und interreligiöse Verständigung zwischen jungen Menschen verschiedener Nationen zu fördern. Kürzlich trafen sich die Mitglieder zu ihrer Generalversammlung. Im Vorstand löste Alice Garbacz Sonja Runge ab. Weiterhin wurde über die Unterstützung sozialer Projekte diskutiert, die einen festen Bestandteil in der Arbeit des Vereins bildet.

Eine wichtige Aktion des Vereins ist der Hilfstransport nach Bosnien, der kürzlich zum vierten Mal durchgeführt wurde. Der Vorstand zog eine positive Bilanz des Transportes 2011. Näheres soll noch in einer Nachbesprechung der Beteiligten erörtert werden. Besonders erfreulich war, dass sich die Bosnienfahrer von dem Erfolg eines Projektes aus dem Jahr 2009 überzeugen konnten.

Damals hatte eine Gruppe von Vereinsmitgliedern einer älteren Frau einen Schweinestall gebaut und ihr drei Schweine aus Spendengeldern finanziert. Die Säue haben bis jetzt 21 Ferkeln hervorgebracht. Ein inzwischen ausgewachsenes Schwein ist derzeit noch im Besitz der bedürftigen Frau. Die übrigen hat sie zum Teil selbst geschlachtet, verkauft oder an andere bedürftige Bekannte weiterverschenkt.

Unterstützung von Brasilien bis Uganda

Weiterhin unterstützt der Verein seit seiner Gründung im Jahr 2008 das Centro Marcelino Champagnat (CMC), eine Kindertagesstätte in der Stadt Vitoria in Brasilien. Dieses Projekt wurde kürzlich geschlossen. Daher überlegten die Mitglieder, wie eine weitere Unterstützung des betreffenden Stadtteils möglich ist. Für konkrete Planungen muss der Verein jedoch die Entwicklungen vor Ort abwarten.

In Sachen Spendenaktion für einen am Rückenmark erkrankten Mann aus Uganda zogen die Mitglieder Bilanz. Eine Behandlung des Mannes in Uganda wäre äußerst riskant, denn bei einer ähnlichen Operation war bereits ein Verwandter des Erkrankten gestorben. In Deutschland wird diese Erkrankung in der Regel durch eine weniger gefährliche Physiotherapie behandelt. Daher sollen die Reise und die Therapie in Deutschland finanziert werden. Bisher hat der Verein 1000 Euro zusammengetragen. Der größte Beitrag stammt von der Hesborner Kolpingsfamilie.

Bei der Vorstellung des Kassenberichts präsentierte Raphael Steden ausschließlich schwarze Zahlen. Die Verwaltungskosten wurden im vergangenen Geschäftsjahr aus den Mitgliedsbeiträgen getragen, wie es die Satzung des Vereins vorsieht. Sie kennt neben einer aktiven auch eine fördernde Mitgliedschaft.

Der gemeinnützige Verein hat mittlerweile etwa 30 Mitglieder. Die neu gewählte Alice Garbacz bildet mit Sebastian Mörchen, Raphael Steden und Clemens Wingenbach das Vorstandsteam. Seit Kurzem ist die Gruppe Mitglied im "Eine Welt Netz NRW", einem Dachverband für gemeinnützige Organisationen.

Ein ausführlicher Zeitungsbericht über den Transport nach Bosnien ist geplant. Wer mehr wissen will, sollte sich schon die Termine für die Informationsabende über die Bosnienaktion vormerken. Sie finden jeweils um 19.30 Uhr am Mittwoch, 8. Februar, im Hesborner Pfarrheim und am Donnerstag, 9. Februar, im Hallenberger Nikoläum statt.

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