Sehr abwechslungsreicher Sommerauftakt

Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: Trockene,feuchte, kühle, warme Perioden wechseln sich ab

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Spannende Gewitterstimmungen gab es an einigen Tagen in diesem Monat. Die Aufnahme zeigt Hallenberg am 13. Juni.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. Nach einem äußerst trockenen Frühjahr war die Befürchtung groß, dass sich der Juni in die Reihe der niederschlagsarmen Monate einreihen würde. Mit meist nur leicht zu geringen Mengen war dies aber nicht der Fall.

Die Temperaturen lagen rund 2 Grad über den Normalwerten, die Sonne war etwas länger als üblich am Sauerländer Himmel zu entdecken. Dies zeigten die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland (www.wetter-sauerland.de).

Der Juni war ein ausgesprochen abwechslungsreicher Monat. Während unser Wetter im April und Mai mit vielen Sonnentagen am Stück fast langweilig wurde, wechselten sich im Juni trockene und feuchte, kühle und warme Perioden munter miteinander ab. Im Allgemeinen wurde dabei der Durchschnittswert des Zeitraums 1961-1990 auf dem Kahlen Asten mit 13,2 Grad um etwas mehr als 2 Grad überschritten. Im Vergleich zum sehr warmen Vorjahresjuni war der diesjährige aber rund 3 Grad kühler.

Nochmals leichter Bodenfrost

Der Monat begann so wie der Mai endete – mit einem strahlend blauen Himmel am Pfingstmontag. Auch der nachfolgende Dienstag war noch sonnig und zudem der bis dahin wärmste Tag des Jahres. Es schloss sich dann aber eine deutlich kühlere Phase an, in welcher am 5. und 6. Juni, die verbreitet kältesten Tage des Monats registriert wurden. Am 5. erreichte der Kahle Asten nur eine Höchsttemperatur von 6 Grad, am nächsten Morgen sank die Schneefallgrenze bei nur noch 2,6 Grad auf rund 1000 Metern Höhe. In den Folgenächten gab es in einigen Tälern nochmals leichten Bodenfrost.

Zügig wurde es dann aber wärmer und am 13. Juni kam die Wetterstation in der Medebacher Hasenkammer auf ihren Monatshöchswert von 26,4 Grad. Die folgende Woche brachte dann wolkenreiches und recht feuchtes Wetter, die Temperaturen legten wieder einen Rückwärtsgang ein. In der letzten vollständigen Woche des Monats kam dann der Sommer aber wieder zurück, vom 21. bis zum 26. Juni war es durchweg freundlich und der letzte Tag dieser Phase brachte am Kahlen Asten immerhin 22,6 Grad, am Freibad in Siedlinghausen wurden sogar 26,8 Grad gemessen. Zum Monatswechsel brachten Regenschauer dann wieder eine Abkühlung. Zum Vergleich: Am 30. Juni 2019 erreichte der Kahle Asten 30,5 Grad und Medebach schweißtreibende 34,8 Grad.

Gewogene Niederschläge

Wie bereits erwähnt,  zeigten sich die Niederschläge dem Sauerland wesentlich gewogener als noch in den Vormonaten. Am Kahlen Asten kamen rund 105 Liter pro Quadratmeter zusammen, Siedlinghausen erreichte 100, Altastenberg 95 und Medebach knapp 90 Liter. Damit wurde die normale Regenmenge für einen Juni verbreitet erreicht, am Kahlen Asten lag sie um rund 15 Liter unter den Durchschnittswerten. Der vielfach niederschlagsreichste und spannendste Wettertag war dabei der 17. Juni. Am Abend zogen von Hessen her teils kräftige Gewitter heran, vor allem im Medebacher und Hallenberger Raum formierte sich eine markante Wolkenfront, eine sogenannte Shelfcloud, welche vielfach fotografiert wurde.

In Sachen Windrichtungen zeigte der Juni recht normale Verläufe. So kam die Luftbewegung deutlich seltener aus Nord und Nordost als noch in den beiden von hohem Luftdruck geprägten Vormonaten. Die Windgeschwindigkeiten hielten sich dagegen abseits von Gewitterböen zurück. Die Spitzenböe auf dem Kahlen Asten lag am 5. Juni bei 88 Stundenkilometern. Die mittlere Windgeschwindigkeit erreichte in Neuastenberg 5,5 Stundenkilometer (Mai 5,6). In Langewiese waren es 6,9 nach 7,5 Stundenkilometern im Mai.

Hinsichtlich Sonnenschein konnte der Juni nicht mit den nahezu rekordsonnigen Frühlingsmonaten mithalten. Mit ziemlich genau 180 Stunden erfasste der Kahle Asten aber immernoch rund zehn  Stunden mehr als im langjährigen Schnitt zu erwarten gewesen wären. Vier Tage des Monats waren vollkommen sonnenscheinlos, fünf Tage dagegen quasi wolkenfrei.

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