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Erfolg für Mensch und Hund

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Vollste Konzentration war in den Trainingseinheiten von den Vierbeinern gefordert.
Vollste Konzentration war in den Trainingseinheiten von den Vierbeinern gefordert.

Der Hundesportverein Winterberg führte jetzt ein Hovawarttraining durch, bei dem Hund und Halter in verschiedenen Übungen füreinander sensibilisiert werden sollten.

Die Trainingsinhalte gliederten sich in unterschiedliche Schwerpunkte: Früh aufstehen mussten die Teilnehmer beispielsweise beim Fährtelegen und absuchen, wobei sie auch Regen und Wind nicht scheuen durften. Das Prinzip ist bei dieser Übung ganz einfach: Auf jedem Boden befindet sich eine Vielzahl von verschiedenen Lebewesen, wie beispielsweise Bakterien, Pilze, Tiere und Pflanzen. Durch das Auftreten beim Legen der Fährte wird der Boden verdichtet und feuchtere Schichten freigelegt. Durch Verdunstung erfolgt eine erhöhte Freisetzung des Bodengeruchs durch aktive Keime und Pflanzendüfte, so dass diese Gerüche für den Hund erkennbar werden.

Wie Staubsauger suchen die Hunde eine gelegte Fährte und müssen dann Gegenstände finden und diese dem Hundeführer mit Platz vor dem Gegenstand anzeigen. Das der Hund bestimmte Fährten mit Winkeln, Schenkeln und Bogen findet, bedeutet für das Team Mensch und Hund konsequentes Training.

Echten Hundeprofis zuschauen

Nach der Fährte ging es auf den Hundeplatz, wo "Unterordnung" auf dem Programm stand. Dabei soll der Hundeführer durch Einwirkung auf seinen Hund diesem ein möglichst konfliktarmes Leben in der menschlichen Gesellschaft ermöglichen und ihm beibringen, bestimmte Befehle auszuüben. Ziel der Ausbildung ist es, dass bestimmte Handlungen und Aufgaben immer gleich definiert sind und trainiert werden. Dazu gehört der absolute Gehorsam wie Sitz, Platz, Bleib, Fuß und das Apportieren. Alles mit und ohne Leine.

Ein weiterer Punkt war das Schutzdiensttraining. Mit dieser Ausbildung des Hundes beginnt man schon in jungen Jahren. Hier wird der Hund über sein Beuteverhalten trainiert, wobei der Schutzärmel als Beute dient. Bei diesem Sport geht es darum, den Hund zu einem auch in Extremsituationen gehorsamen Begleiter zu trainieren.

Die Teilnehmer erhielten ebenfalls die Möglichkeit, beim Training echten Hundeprofis wie zum Beispiel Mathias Gasterich zuzuschauen, der mit seinem Hovawart "Xenon" an der deutschen Meisterschaft in Fulda teilnimmt.

Nach sieben intensiven Tagen ließen sich die Trainingsergebnisse beim Zusammenspiel von Hund und Mensch eindeutig erkennen. So gut vorbereitet meisterten die Teilnehmer auch die zwei Prüfungstage mit Erfolg. Nach dem Prüfungsstress folgte schließlich eine Siegerehrung und am Abend die verdiente Feier.

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