Zehntausende Besucher in Schmallenberg und Winterberg

Erlebnis Deutscher Wandertag

Mehr als 7.000 Festzug-Teilnehmer und rund 11.000 Zuschauer füllten am Sonntag die Straßen in Schmallenberg.

Schmallenberg/Winterberg- Eine Woche mit einem randvollen Programm in zwei Orten und eine zweijährige Vorbereitungszeit liegt hinter den Organisatoren des 119. Deutschen Wandertages. Mehr als 20.000 Wanderfreunde haben die Angebote, die Natur und die sauerländische Gastfreundschaft bei gutem Wetter in Schmallenberg und Winterberg erlebt und genossen.

„Ein Wanderprogramm der Superlative hat den 119. Deutschen Wandertag zu einem großen Erfolg und einem Erlebnis gemacht“, ist sich Michael Beckmann, Tourismusdirektor in Winterberg, sicher. „Die Region hat den Gästen gezeigt, wie vielfältig, erlebnisreich und hochwertig die Wanderangebote sind. Sie werden schöne Erinnerungen mitnehmen und hoffentlich von ihren Erfahrungen berichten“, ist auch Schmallenbergs Tourismusdirektor Hubertus Schmidt überzeugt. Fast 200 Wanderungen, Rad- und Segwaytouren bildeten ein rund 700-stündiges Programm. Über 100 Wanderführer begleiteten dabei die Gäste, fast 120 Wegbegleiter standen bereit. Ein Projektbüro und die Teams von zwei Tourist-Informationen alleine können dies alles gar nicht bewältigen. Ein „riesiges Heer“ an ehrenamtlichen Helfern hat ihnen den Rücken gestärkt. Unzählige Helfer und Betreuer an Ständen, Bühnen, Parkplätzen und vielen weiteren Einsatzorten waren aktiv. Besonders aktiv waren die Mitglieder des Sauerländer Gebirgsvereins, der neben der Ferienwelt Winterberg und dem Schmallenberger Sauerland Veranstalter war. Neben der Organisation der Wanderungen und Einzelveranstaltungen haben die Veranstalter gemeinsam so besucherstarke Programmpunkte wie den großen Festumzug reibungslos abgewickelt. Für den SGV ist es der siebte Deutsche Wandertag, den er ausrichtet. „Der Erfolg ist der Beweis für die gute und funktionierende Zusammenarbeit aller Beteiligten“, betont Christian Schmidt, SGV-Geschäftsführer. 

„Wir sind da“: Wanderer aus ganz Deutschland grüßten zum Deutschen Wandertag 2019.

Der 119. Deutsche Wandertag ist seinem Motto „Treffen der Generationen“ gerecht geworden. Die Programmpunkte sprachen vom Kind bis zum Senior alle Altersgruppen an. Ein besonderer Erfolg war auch das Jugendcamp in Züschen. Innovative Veranstaltungen haben die zurückliegenden Tage bereichert. Allen voran die Wanderung „Bewegter Zukunftsdialog“, aus der der Verband und die Vereine viele Erkenntnisse mitnehmen, anhand derer sie das Wandern in die Zukunft führen wollen. Ein Rückblick auf einige Höhepunkte der Woche: 

- Ankunft der Wimpelwandergruppe 

Am Mittwochmorgen ist der Wandertagswimpel, das „Olympische Feuer der Wanderer“, auf dem Marktplatz Winterbergs angekommen. 17 Wanderer aus Detmold haben ihn sieben Tage lang 162 Kilometer und etliche Höhenmeter hinweg ins Sauerland getragen. Sie wurden von knapp 1.000 Zuschauern vor der Bühne empfangen. 

- Wanderung „Bewegter Zukunftsdialog“ 

Bei Workshop-Wanderungen beschäftigten sich Wanderexperten am Freitag und Samstag mit Themen wie moderne Vereinsführung, Digitalisierung, Vielfalt und Wandern im Verein. Der Arbeitskreis Zukunftsdialog des Deutschen Wanderverbandes möchte damit das Wandern in die nächsten Jahrzehnte führen. Moderatoren begleiteten die vier Wandergruppen, hielten alle Ideen fest und werteten sie aus. 

- Feierstunde 

NRW sollte als Wanderland viel bekannter werden, gab Ministerpräsident Armin Laschet während der Feierstunde am Sonntag bekannt. Groß war die Begeisterung, als der Ministerpräsident ankündigte, mit dem Kabinett außerhalb der Tagungszeit im Sauerland auf Wanderschaft gehen zu wollen. Besonders stimmungsvoll war der Einzug der Wimpelgruppe in die Stadthalle und das Singen der Wanderhymne. 

- Festzug 

Ein 7.000-köpfiger Festzug zog am Sonntagnachmittag, ausgestattet mit Fahnen und Wimpeln, quer durch Schmallenberg. Rund 11.000 Zuschauer säumten die Straßen. Mit im Zug waren der Vorstand und Ehrengäste des Deutschen Wandervereins und viele ehrenamtliche Helfer. 61 Gruppen, teils in kreativen Kostümen oder einheitlicher Kleidung, marschierten mit, darunter Wandervereine und -verbände aus ganz Deutschland. Für musikalische Untermalung sorgten elf Kapellen. 

-Veranstaltung zum Abschluss 

Hunderte Zuschauer waren dabei, als das Event am Montag mit Übergabe des Wimpels auf dem Kahlen Asten zu Ende ging. Die Bürgermeister der Städte Schmallenberg und Winterberg nahmen Wandertagswimpel in Empfang. Nun lagert dieser ein Jahr lang im Winterberger Rathaus, bis sich Sauerländer auf den Weg machen, um die Standarte im Jahr 2020 nach Bad Wildungen zu tragen.

Der Deutsche Wandertag im Jahr 2020 

Die nächste Region bereitet sich schon jetzt darauf vor, den nächsten Deutschen Wandertag auszurichten. Gastgeber der 120. Auflage vom 1. bis zum 6. Juli sind Bad Wildungen und die Erlebnisregion Edersee. Das Wandertagsmotto lautet dann „Wild. Bunt. Gesund.“

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