Loipenskigebiete steht eine außergewöhnliche Zeit bevor

Erste Schneeflocken überzuckern kurzfristig die Berge

Die ersten Flocken werden erwartet.
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Die ersten Flocken werden erwartet.

Hochsauerland - Der goldene Herbst ist vorüber, ein paar erste Schneeflocken geben am Freitag eine kurze Einstimmung auf den nahenden Winter. Während die alpinen Skigebiete in der Wintersport-Arena Sauerland auf das Ende des Lockdowns warten, warten die Loipenskigebiete auf den ersten „richtigen“ Schnee.

Am Donnerstagabend sollten auf den höchsten Bergen der Region ein paar Flocken fallen. Über den Freitag hinweg soll eine feine weiße Schicht die Gipfel überzuckern. An Wintersport ist nicht zu denken. Spätestens am Samstag wird wohl nichts mehr zu sehen sein. Sollte das Monatsende einen Trend zu mehr winterlichem Wetter bringen, wollen die Loipenskigebiete ein paar Spuren in den Schnee ziehen. 

„Wir sind alle vorbereitet“, betont Stefan Küpper, Vorsitzender der Nordicsport-Arena Sauerland. „Und ich bin mir sicher, dass die Kollegen in den einzelnen Gebieten ihre Loipenspurgeräte rausschicken, sobald die Schneelage es zulässt.“ Verleihe, Hütten und Skischulen bleiben entsprechend der Vorschriften geschlossen, werden aber öffnen, sobald dies möglich ist. Die Langläufer sind allerdings an jeweils aktuell geltenden Auflagen gebunden. Beispielsweise, alleine oder nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt den Sport zu betreiben. „Das ist uns sehr wichtig!“ 

Winterwandern ist natürlich auch jederzeit möglich. Immer unter Beachtung der Auflagen. Ein bisschen Winterluft schnuppern oder Eindrücke von leicht überpuderten Bäumen oder mit Raureif überzogener Landschaft tun Körper und Seele gut. Die alpinen Skigebiete beobachten gespannt die Entwicklung der zweiten Infektionswelle und die Entscheidungen der Politiker. Die Anlagen sind startklar und Hygienekonzepte liegen in der Schublade. 

Aus dem Skigebiet Ruhrquelle wird ein Rodelparadies

Unter welchen Bedingungen und wann jedoch eine Öffnung möglich ist, kann niemand sagen. Das Treffen der Regierung und der Länderchefs am 25. November könnte eine Richtung vorgeben. Was das bedeutet, wollen die Liftbetreiber danach beraten. Die Hygienekonzepte sollen allen Skigebieten der Region einheitlich sein.

Investitionen in neue Projekte gibt in der aktuellen Situation so gut wie keine. Aus dem Skigebiet Ruhrquelle wird ein Rodelparadies. Die Saison in der Wintersport- Arena dauert meist von etwa Mitte Dezember bis Ende März. Während die Alpinskigebiete von Ticketverkauf leben, ist die Nutzung der Loipen grundsätzlich frei. In ehrenamtlicher Arbeit kümmern sich Vereine um die Pflege der Angebote. „In den kommenden Monaten wird der Langlauf eine besondere Bedeutung bekommen“, ist sich Stefan Küpper sicher. 

Um die schmalen Vereinskassen aufzubessern, bieten die Gebiete den freiwilligen Kauf von Loipentickets an. Wer dem Sport etwas Gutes tun möchte, wird Mitglied im Verein Nordicsport-Arena. Für nur 30 Euro im Jahr – das ist weniger als den meisten größeren Skigebieten ein Tagesticket kostet. Das Tagesticket kostet 4 Euro. Alle Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Vereine. 

Infos unter www.wintersport-arena.de, Bereich „nordisch und wandern“.

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