Kolping-Seniorengemeinschaft in Bad Sassendorf

„Faszination des Kristalls“

Die Seniorengemeinschaft besuchte Bad Sassendorf.

Mit 45 Fahrtteilnehmern besuchte die Seniorengemeinschaft Siedlinghausen das neue Erlebnismuseum in Bad Sassendorf – eine beeindruckende Ausstellung durch die Geschichte der „Westfälischen Salzwelten“.

Die Gemeinde Bad Sassendorf hat das Museum mitten in ihrem Ortszentrum auf dem Hof Haulle gebaut, die EU und das Land NRW förderten das insgesamt 2,8 Millionen Euro teure Projekt im Rahmen der Regionale 2013.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus der Fassade des ehemaligen Bauernhofs ragt ein markanter gläserner Würfel heraus und innen ist auf 900 Quadratmetern eine interaktive Multimedia-Ausstellung entstanden. Die Reise durch die „Westfälischen Salzwelten“ beginnt in einem dunklen Raum voller Salzkristalle: Hier wird geschildert, wie in Sassendorf und anderorts in Westfalen Sole gefördert wurde, um daraus in den Siedesalinen kostbares Salz zu gewinnen. In Werl zum Beispiel begann die Salzproduktion schon in der Eisenzeit, weshalb sie als „älteste Industrie Westfalens“ gilt. Auch die Stadt Soest profitierte im Mittelalter von einer Saline und von der Siedehütte, die die Erbsälzerfamilien im benachbarten Sassendorf errichteten, wo bis 1952 Salz gewonnen wurde. Im Obergeschoss des Museums wird über die Produkte aus Salz informiert und über die heilende Wirkung der Sole. Hier sprudelt salziges Wasser aus dem Solebrunnen, in einem Soleraum kann man „nebelige“ Luft inhalieren und es wird gezeigt, wie Sole zum Beispiel bei Hauterkrankungen wirkt.

Schon seit mehr als 1000 Jahren verdankt die Hellwegregion ihren Wohlstand dem „weißen Gold“. Aus dem stark salzhaltigen Grundwasser, der Sole, gewannen die Menschen Salz für den Handel. Zwar produzieren die Salinen in Orten wie Bad Westernkotten und Bad Sassendorf schon lange nicht mehr. Doch die Sole wird weiter lukrativ genutzt – jetzt vor allem in den Heilbädern, die seit dem 19. Jahrhundert am Hellweg entstanden sind.

Nach dem Rundgang war im Bistro der Kaffeetisch gedeckt: Apfelkuchen und eine Tasse Kaffee waren nach der 90-minütigen Führung eine willkommene Stärkung. Danach wurde noch ein kleiner Spaziergang durch den Kurpark unternommen und dabei das Gradierwerk besichtigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare