Rennrodel-Weltcup in Winterberg bietet höchste Spannung

Fehlerlose Läufe und Wackler

Robin Geueke und David Gamm waren von ihren Leistungen enttäuscht. Foto: Ulrich Brings

Das Duell der deutschen Doppelsitzer im Viessmann-Rennrodel-Weltcup bleibt dramatisch.

Nachdem sich die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) seit Jah-resbeginn auf eine Verfolgungsjagd begeben hatten, triumphierten in Winterberg nun Toni Eggert/Sascha Benecken (wir berichteten).

Das Duo aus Ilsenburg und Suhl verwies den Bayern-Express mit zweimaliger Lauf-Bestzeit nach 1:27,013 Minuten um eine gute Zehntelsekunde (+0,108 Minuten) auf Platz zwei und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus. Das heimische Doppel Robin Geueke/David Gamm (BSC Winterberg) verpasste erneut die von Bundestrainer Norbert Loch geforderte überzeugende Vorstellung und landete auf Position zehn. Nach diesem Platz verordnete Loch ihnen eine Weltcup-Pause und verzichtet auch bei der Weltmeisterschaft auf sie. „Robin Geueke und David Gamm trainieren ab sofort im B-Team und bekommen mehr Trainingsläufe, um sich wieder qualifizieren zu können“, erklärte Loch dem SauerlandKurier.

Sein Sohn Felix Loch war auch im Schneetreiben von Winterberg nicht aufzuhalten. Der Olympiasieger aus Berchtesgaden raste zweimal zur Laufbestzeit und siegte nach 1:45,361 Minuten vor dem Russen Stepan Fedorov (+0,072 Minuten) und Tucker West (USA/+0,357). Die Bahn musste angesichts der schwierigen Witterungsverhältnisse ständig gekehrt werden, sodass die fleißigen Helfer des ausrichtenden BRC Hallenberg reichlich Arbeit hatten. Zweitbester Deutscher war Julian von Schleinitz (Königssee/+0,382) als Fünfter unmittelbar vor Johannes Ludwig (Oberhof/+0,425), der zweimal Startschnellster war. Ralf Palik (Oberwiesenthal/+0,611) kam auf Platz zwölf, während Andi Langenhan (+0,762) im zweiten Durchgang vom fünften auf den 16. Rang abstürzte. Dennoch bleibt der Mann aus Zella-Mehlis in der Gesamtwertung des Weltcups schärfster Verfolger von Loch. Allerdings machte es der Spitzenreiter im zweiten Lauf spannend, als er sich nach der Kurve elf nur mit Mühe auf dem Schlitten halten konnte. Ein Fahrfehler, der fast noch den Sieg gekostet hätte vor dem starken Russen Fedorov und dem Amerikaner West, der sich im zweiten Durchgang noch von Position acht auf drei vorarbeitete.

Unbeirrt setzt zudem Natalie Geisenberger ihre Siegesserie im Viessmann-Rennrodel-Weltcup fort. Die Miesbacherin gewann auch in Winterberg mit einem fehlerlosen ersten Lauf und nach einem leichten Wackler im zweiten Durchgang souverän. Sie verwies in einer Gesamtzeit von 1:53,829 Minuten ihre Teamkolleginnen Dajana Eitberger (Ilmenau/+0,195 Minuten) und Anke Wischnewski (Oberwiesenthal/+0,342) auf die Plätze zwei und drei. Die Vierte aus dem erfolgsverwöhnten Quartett der deutschen Damen, Tatjana Hüfner (Friedrichroda), stürzte im ersten Lauf. Damit befand sie sich in durchaus prominenter Gesellschaft, denn auch Tatiana Ivanova (Russland) und Erin Hamlin (USA) widerfuhr auf der Bahn an der Kappe dieses Missgeschick. Die beste Teilnehmerin der internationalen Konkurrenz im Feld der 24 Rodlerinnen war etwas überraschend Qualifikantin Summer Britcher (USA/+0,621), die Siegerin des Nationencups von Freitag, auf Rang vier direkt vor Alex Gough (Kanada/+0,892).

Geisenberger machte sich auch im Viessmann Team-Staffel-Weltcup presented by BMW einen Namen. Sie gewann mit Felix Loch und Toni Eggert/Sascha Benecken. 2:26,434 Minuten betrug die Gesamtzeit, mit einer guten halben Sekunde Rückstand folgte Österreich und auf dem Bronzeplatz landete Russland. Damit siegten die Deutschen auch im vierten Team-Staffel-Wettbewerb dieses Weltcup-Winters. Ebenso haben sich die Schützlinge von Bundestrainer Norbert Loch sämtliche vier Gesamtwertungen dieses in der Saison 2010/11 eingeführten attraktiven Wettbewerbs gesichert.

Weiter gehts am 31. Januar in Winterberg mit dem FIBT Europa Cup Zweierbob Frauen und Männer und am 1. Februar mit dem FIBT Europa Cup Viererbob, jeweils ab 10 Uhr.

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