Herausforderungen durch Corona

Feuerwehr ist trotz neuer Voraussetzungen einsatzbereit

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In der Zwischenzeit wurde die für die neue Situation erforderliche Schutzausrüstung in allen Einheiten ergänzt und optimiert

Winterberg – Der Coronavirus SARS-CoV-2 bestimmte in den vergangenen Wochen und Monaten die Schlagzeilen. Wie an weiten Teilen der Bevölkerung gingen die Auswirkungen des Virus auch an der Feuerwehr Winterberg nicht vorbei.

Bereits zu Beginn der Pandemie wurde der Dienstbetrieb in den Feuerwehren landes- als auch bundesweit heruntergefahren. In allen Einheiten der Feuerwehr Winterberg wurde ab März der Übungsdienst eingestellt, dies galt für die Jugendfeuerwehr als auch für die Stadtfeuerwehrkapelle. Sowohl die Feuerwehrhäuser als auch die Fahrzeuge wurden in dieser Zeit nur noch zu Einsätzen und unaufschiebbaren Arbeiten betreten.

Diese und viele andere Maßnahmen hatten nur ein Ziel: die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr als sogenannte „kritische Infrastruktur“ durch Minimierung von Infektionsrisiken sicherzustellen. In der Zwischenzeit wurde die für die neue Situation erforderliche Schutzausrüstung in allen Einheiten ergänzt und optimiert. Zur Absprache und Koordinierung ist ein Vertreter der Wehrleitung ständiges Mitglied im regelmäßig tagenden Krisenstab der Stadt Winterberg.

Rückblickend betrachtet haben die für die Sicherheit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte getroffenen Maßnahmen funktioniert, heißt es in der Pressemitteilung der Winterberger Feuerwehr: Über die gesamte Zeit waren alle Einheiten der Feuerwehr Winterberg vollständig einsatzbereit. Auftretende Einsätze wurden wie gewohnt routiniert abgearbeitet. Zum gegenseitigen Schutz tragen die Feuerwehrleute auf der Einsatzfahrt Stoffmasken, die in den vergangenen Wochen von der Feuerwehr beziehungsweise ihren Angehörigen selbst genäht wurden. Darüberhinaus wurden auch Masken von ortsansässigen Betrieben gesponsort.

Der schwierige Teil liegt noch bevor

Der schwierige Teil liegt jetzt allerdings noch vor der Feuerwehr. So schnell die Einstellung des Übungsdienstes erfolgte, so schwer ist jetzt eine auf die neue Situation abgestimmte Wiederaufnahme. In den Übungen werden die Handgriffe trainiert, die im direkten Zusammenspiel mit vielen Personen erforderlich sind, um den Einsatzerfolg zu gewährleisten. Vor Corona kein Problem, stellt dies die Verantwortlichen nun vor neue Herausforderungen.

„Um einen bestmöglichen Infektionsschutz für uns zu erreichen, müssen viele neue Vorkehrungen beachtet werden“, so der Winterberger Wehrleiter Wolfgang Padberg. Nach Vorgabe der Unfallkasse sind dies beispielsweise das Üben in kleinen Gruppen, Reinigungs- und Desinfektionspläne für die Feuerwehrhäuser und Fahrzeuge, Einhaltung von Abständen untereinander oder auch das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen. Die einzuhaltenden Rahmenbedingungen sind in einer Dienstanweisung vorgegeben, die detaillierte Umsetzung erfolgt durch die Einheitsführungen vor Ort.

Unter diesen Vorgaben wird auch der Dienst in der Jugendfeuerwehr in Kürze wieder starten. Die Stadtfeuerwehrkapelle Hildfeld hat bereits vor zwei Wochen ihre Proben wieder aufgenommen. Um die nach der Coronaschutzverordnung vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können, finden die Proben derzeit in der Hochsauerlandhalle statt.

Auch unter den neuen Übungsvoraussetzungen ist die Feuerwehr Winterberg ohne Einschränkungen einsatzbereit: „Die Bürger und Gäste Winterbergs können sich weiterhin auf uns verlassen“, so Padberg.

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