Visionen für das Stadtgebiet

Fünfmal IKEK vor Ort: Bürger erarbeiten Ideen für Winterberger Ortsteile

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In den Winterberger Ortsteilen fanden Bürgerversammlungen statt, um die konkreten Ziele und Projektideen zu erarbeiten.

Winterberg. Für die Akteure der „Vision Winterberg 2030“ ging es in den vergangenen Wochen auf eine kleine Reise durch das Stadtgebiet: An fünf Abenden wurden in der Negerschiene, der Hilleschiene, der Kernstadt, den Höhendörfern und der Nuhneschiene konkrete Inhalte für die Entwicklung der 15 Ortsteile Winterbergs erarbeitet.

Rund 150 Bürger brachten sich ein, benannten die aus ihrer Sicht größten Herausforderungen und entwickelten mögliche Maßnahmen. Als wichtige Weichenstellung wurden diese zudem entsprechend ihrer Bedeutung und Dringlichkeit priorisiert. Bei den zukünftigen Aufgabenfeldern kristallisierte sich heraus, dass vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der Erhalt der Versorgungsstrukturen in den Dörfern eine tragende Rolle spiele. Nur wenn Angebote aus den Bereichen Handel, Gastronomie und Dienstleistungen – wie etwa die Geldautomaten von Banken und Sparkassen – in ausreichendem Maße vorhanden sind, erhalten die Orte ihre Attraktivität für die Wohnbevölkerung und für die Touristen. 

Damit einher geht auch die große Bedeutung eines nachfragegerechten Wohnraumangebotes für eine älter werdende Bevölkerung sowie für neu anzusprechende junge Familien. Weitere Zielsetzungen sind die Gestaltung attraktiver Dorfmitten sowie die Sicherstellung von Mobilität im Stadtgebiet. Auf der Ebene der Maßnahmen und Projekte wurden in den Veranstaltungen insbesondere zu entwickelnde Nutzungskonzepte für in den jeweiligen Orten bedeutsame Immobilien bzw. Flächen sowie die Gestaltung von Treffpunkten und Aufenthaltsbereichen in den Ortskernen benannt. 

„Büros haben jede Menge Input“

Letztgenannte sollen dabei Jung und Alt sowie Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugutekommen. Auch die Gestaltung der Verkehrsräume, insbesondere an den Ortseingängen, war den Teilnehmern ein Anliegen. Bürgermeister Werner Eickler und Michael Beckmann, Geschäftsführer der Winterberg Touristik und Wirtschaft, die die fünf Veranstaltungen im Wechsel begleiteten, bewerten die Ergebnisse positiv: „Bei allen IKEK-Vor-Ort-Veranstaltungen wurde äußerst engagiert und konstruktiv an der Zukunft unserer Stadt und unserer Dörfer gearbeitet. Die Stadt und die beiden beauftragten Büros haben nun eine ganze Menge Input.“ 

Die erarbeiteten Inhalte werden derzeit aufbereitet und die Zeit bis zum Herbst dazu genutzt, tragfähige Zukunftskonzepte auszuarbeiten. Mit diesen werde die Stadt Winterberg in die Lage versetzt, auch zukünftig Fördermittel für die Entwicklung ihrer Ortsteile zu akquirieren. Sobald für die Konzepte ein Entwurf zu Strategien sowie Leit- und Starterprojekten erarbeitet ist, soll mit der MultiplikatorenWerkstatt und der WinterbergKonferenz eine weitere Beteiligungsrunde für die Bürger ausgeführt werden. 

Weitere Informationen zum Prozess „Vision Winterberg 2030“ sind auf der Internetseite www.winterberg2030.de zu finden. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden. Für Auskünfte steht als Ansprechpartnerin bei der Stadt Winterberg Rabea Kappen bereit: Tel. 0 29 81/80 01 21, E-Mail: vision@winterberg2030.de

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