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Gedenkstein mit Tafel vor die "Dohleeiche" gesetzt

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Stellvertretend für zahlreiche an der Entwicklung des Dorfes Beteiligte: (v.l.) Bernd Spanke, Elisabeth Kleinsorge, Edwin Dohle mit Ehefrau, Richard Gamm und Robert Völlmecke. Foto: Peis
Stellvertretend für zahlreiche an der Entwicklung des Dorfes Beteiligte: (v.l.) Bernd Spanke, Elisabeth Kleinsorge, Edwin Dohle mit Ehefrau, Richard Gamm und Robert Völlmecke. Foto: Peis

Engagement der Dorfgemeinschaft und Politik ist unvergessen

Züschen. (SK)

Eine Dorfgemeinschaft ist in jedem Ort der Garant für ein intaktes Dorfleben. Denn ohne die Vereine gäbe es keine Feste, Konzerte oder Sportveranstaltungen. Auch nicht in Züschen. Dies muss honoriert werden. Ohne die Vereine würden zahlreiche Einrichtungen nicht existieren, Böschungen und Anlagen ungepflegt, Wald und Flur nicht gesäubert, Wander- und Loipenwege blieben ungekennzeichnet. Anerkennende Prädikate wie Landes- und Bundesgold sind überwiegend ihre Verdienste. Dennoch, ohne die Mitwirkung von Politik und Verwaltung wäre in der Vergangenheit alles Engagement erfolglos verlaufen, so resultierten Politiker und ehemals maßgeblich an der jüngeren Entwicklung Züschens Beteiligte bei einem Rückblick, zu der die langjährige und engagierte Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins Elisabeth Kleinsorge ins Haus Mühlengrund eingeladen hatte. Zu Gast war auch Winterbergs ehemaliger Stadtdirektor Edwin Dohle. Insbesondere galt ihm dieser besondere Anlass, denn als Politiker und Verwaltungschef hatte sich Dohle in besonderer Weise für das Dorf eingesetzt. Als Mitglied der Landeskommission "Unser Dorf soll schöner werden" hatte er so manchen Tipp als Hilfe zur Selbsthilfe gegeben und durch persönliche Gespräche mit Vereinen und Hauseigentümern Verbesserungen erreichen können. Durch seine Einflussnahme bei der NRW-Stiftung für Umwelt Kultur und Denkmalpflege war es gelungen, eine großzügige finanzielle Förderung für den Erwerb der Borgs Scheune zu bekommen, mit der sie zum kleinen virtuellen Heimatmuseum und Ort der Begegnung mit Geschichte und Gegenwart ausgebaut werden konnte. Beim Ausscheiden aus dem Amt hatte Dohle, als Abschiedsgeschenk an die Gemeinde im "Rosenpark", eine Eiche gepflanzt und damit seine Wünsche für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des Ortes verbunden. Seinen lebendigen Optimismus hatte er mit dem geflügelten Wort "Wer einen Eichenbaum pflanzt, glaubt an die bessere Zukunft" zum Ausdruck gebracht.

Als Erinnerung an die erfolgreichen 70er und 80er Jahre und aus Dankbarkeit, hat nun die langjährige Touristikchefin und damalige Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Elisabeth Kleinsorge, die zu Recht den Namen "Goldmutter" erhielt, vor der "Dohleeiche" einen Gedenkstein mit Tafel aufrichten lassen. Er erinnert an Dohles Wirken als Amts- und Stadtdirektor von 1960 bis 1989 und den Zeitpunkt der Baumpflanzung 1989.

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