In Farbenkleid gehüllt

3. Hochheidetag lockt zahlreiche Wanderer in blühende Landschaft

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Auch die Schafherden fühlen sich pudelwohl in der bunten Farbenpracht, in der die Hochheide im August erstrahlt.

Niedersfeld - Von der besten Seite zeigte sich nicht nur das Wetter kürzlich beim 3. Hochheidetag in Niedersfeld, sondern auch die blühende Hochheide strahlte mit der Sonne farbenfroh um die Wette. Bei frischer, klarer Luft kamen viele Wanderer zum Festtag in die Natur.

Von Willingen und Niedersfeld aus erwanderten zwei größere Gruppen ebenso die Hochheide wie viele Einzelwanderer, die sich an der besonderen Naturlandschaft erfreuen konnten. Ein von der Natur und Tierwelt geprägtes Programm erwartete die Besucher und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Rund 150 Sänger stimmten beim sogenannten Herdensingen am Heidekreuz gemeinsam Lieder an, die mit einem großen Applaus endeten. Pfarrer Christian Röhling aus Willingen und Diakon Rudolf Kretzer aus Niedersfeld zelebrierten gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst.

Entschleunigen und zur Ruhe kommen

Tourismusseelsorger Jörg Willerscheidt ging in seiner Ansprache auf die Schönheit der Natur und deren unschätzbaren Wert ein. „Entschleunigen und zur Ruhe kommen sind ein Zustand, den viele Menschen wieder neu lernen und entdecken müssen“, so Willerscheidt. Die Naturlandschaft der Hochheide biete dafür den perfekten Rahmen.

Dr. Werner Herold führte am Nachmittag die Wandergruppe durch die Geschichten der Hochheide, wusste vieles über die Geologie zu berichten und hatte auch einige Dönekes zur waldeckisch-sauerländischen Grenzregion zu erzählen. Die beiden Waldpädagogen Steffi und Hans Schild führten eine Wandergruppe über den frisch als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierten „Goldenen Pfad“ und gaben Tipps und Hinweise, wie die besondere Heidelandschaft intensiv erlebt werden kann.

Auch die Tier- und Insektenwelt kam nicht zu kurz. Benedikt Wrede von der Biologischen Station HSK berichtete seiner Wandergruppe über das aktuelle Bergheidenprojekt und zeigte mit der Heidschnuckenherde die fleißigen Pflegekräfte, die für den natürlichen Erhalt der Bergheiden sorgen.

Ein ökumenischer Gottdienst wurde anlässlich des Hochheidetags unter freiem Himmel zelebriert.


Der Insektenschutzbeauftragte Wolfgang Jenke aus Cobbenrode wurde regelrecht belagert und beantwortete unzählige Fragen rund um die vielen kleinen Flugtierchen wie Bienen und Hummeln. Falkner Michael Schmidt mit seinem Team war ebenfalls gefragt. Die Greifvogelexperten hatten neben der Rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft des HSK auch lebende Exemplare zur Ansicht und zum Anfassen dabei.

Die Kinder waren begeistert beim Basteln bei der Sache. Für sie war es spannend zu erleben, wie man nur aus Naturmaterialien eigene Wollschafe basteln kann. Wer trotz der beruhigenden Natur nicht zur Ruhe kam, der konnte im ruhe.pol – der womöglich kleinsten Klosterkemenate der Welt – Ruhe finden. An der Hochheidehütte klang der 3. Hochheidetag mit vielen guten Gesprächen aus. „Das Fazit aller, die gezielt zum Hochheidetag gegangen sind, oder aber zufällig ein Stück Weg mitgegangen sind, fiel hervorragend aus. Einheimische und Gäste beschrieben es als einmalig und unbedingt wiederholungsbedürftig. Diesen Menschen, und allen, die den tollen Tag in der Niedersfelder Hochheide verpasst haben, kann ich zu neuer Vorfreude verhelfen. Am zweiten Sonntag im August 2020 steht die 4. Auflage des Hochheidetages bereits fest im Kalender. Dann wird die Bergheide am Kahlen Pön in Usseln Veranstaltungsort des besonderen Tages sein“, erklärt Winterbergs stellvertretender Tourismusdirektor Winfried Borgmann abschließend.

Weitere Infos

www.hochheidetag.de

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