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Interkulturelles Theaterstück in Leader-Region Hochsauerland

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Das „Team Flüchtlingsschwalbe“ (für Vollbild oben rechts klicken).

Hallenberg/Medebach/Winterberg/Brilon/Olsberg/Marsberg. Eines der ersten „Großes Kino“-Mikroprojekte findet am Samstag, 8. Dezember, im Alfred-Delp-Haus in Brilon statt. Um 14.30 Uhr wird hier eine interkulturelle Theateraufführung aufgeführt, die von Jugendlichen organisiert ist. Afghanisches Essen und eine Diskussionsrunde zu den im Stück aufgegriffenen Themen runden die Veranstaltung ab. Um Jugendliche sowie junge Menschen mit Migrationshintergrund zu motivieren und zu integrieren, fördert die Leader-Region Hochsauerland im Rahmen der Jugendkulturinitiative die „Großes Kino“-Mikroprojekte in Winterberg, Marsberg, Brilon, Olsberg, Medebach und Hallenberg in Zusammenarbeit mit dem Ensible e.V., Stützpunkt für Jugendkultur in NRW.

Eine der ausgewählten Projektideen kommt von der 25-jährigen Marzia Eissary, eine Afghanin aus Brilon, die nun seit Mitte Oktober 2018 eine interkulturelle Theateraufführung organisiert. Es handelt sich um eine Geschichte zu den kulturellen Eigenheiten Afghanistans mit dem Titel „Unterbrochene Verbindung“. Ghafar Jafari, ein junger Geflüchteter aus Afghanistan, hat diese Geschichte geschrieben und spielt selbst mit. 

Mit seiner internationalen Theatergruppe aus Krefeld hat er bereits einige Auftritte dieser Art umgesetzt und ist nun gespannt auf das Briloner Publikum. „Ich freue mich sehr, dass wir Flüchtlinge kreativ sind und uns in Deutschland integrieren. Durch so ein interkulturelles Projekt können sich Flüchtlinge auch in Deutschland engagieren“, erklärt Mariza Eissary, die nun ihr eigenes „Großes Kino“-Mikroprojekt umsetzen kann. 

In andere Kultur eintauchen 

„Auch wir freuen uns sehr, dass unsere Jugendkulturinitiative sowohl junge Menschen aus der Region angesprochen hat als auch junge Menschen mit Fluchthintergrund“, erläutert Hannah Kath von der Leader-Region Hochsauerland den Hintergrund dieser Initiative. Ziel dieses „Großes Kino“-Mikroprojektes ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen, und ihnen dabei zu helfen einander zu verstehen. Außerdem bekommen junge Geflüchtete so die Möglichkeit, einen eigenen kulturellen Beitrag zur Integration zu leisten. 

„Dass es gelungen ist, auch junge Menschen aus anderen Kulturen dazu einzuladen, einen Schritt auf uns alle zuzugehen, ist ein tolles Signal“, bemerkt Hannah Kath. Wer also Lust hat, im Rahmen einer unterhaltsamen Veranstaltung in eine andere Kultur einzutauchen, der kann sich den 8. Dezember als Auftakt in eine besinnliche Weihnachtszeit vormerken. 

Infos zu der Jugendkulturinitiative Hochsauerland und wie man selbst ein „Großes Kino“-Mikroprojekt mit der Unterstützung von Leader -Hochsauerland machen kann, finden sich unter www.diemachbar.de sowie www.leader-hochsauerland.de.

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