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30 junge Leute erarbeiten in Winterberg Projektvorschläge bei „UTOPiA“

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Von: Jörg Leske

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30 junge Menschen arbeiteten Zukunftsideen aus und stellten diese im Winterberger Bobhaus 1 vor. © Jörg Leske

Winterberg/Hochsauerland. In der Denkwerkstatt „UTOPiA“ trafen sich jetzt in Winterberg 30 junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren aus Südwestfalen und arbeiteten zu verschiedenen Themen wie Digitalisierung oder Autonomes Fahren Ideen aus. Diese präsentierten sie anschließend als Projektvorschläge der Öffentlichkeit.

Als Gäste folgten Jürgen Hillebrand (Sparkasse Hochsauerland), Hannah Kath (Leader-Regionalmanagerin), Werner Eickler (Bürgermeister der Stadt Winterberg), Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW) und Dr. Karl Schneider (Landrat des Hochsauerlandkreises), den Ausführungen der fünf Gruppen und zeigten sich begeistert vom Engagement der Teilnehmer. Die Ausarbeitung eines überregionalen Veranstaltungskalenders stellte Roxana Küthe aus Netphen von der Arbeitsgruppe „Digitale Mitten“ vor: „Als App könnte man nach Veranstaltungen in der Region suchen, die die Heimatvereine und Kommunen nicht mehr nur örtlich im Internet bewerben.“ 

Abstellen des Kirchturmdenkens

Werner Eickler befürwortete das Abstellen des Kirchturmdenkens: „Das kann man leicht umsetzten.“ Jürgen Hillebrand, der selbst im Ehrenamt tätig ist, hielt die Idee für regional gut, bezweifelte aber, dass Besucher zu weit entfernten Veranstaltungen fahren. Für eine Finanzierung des Projektes stehe er zu Gesprächen bereit, erklärte Hillebrand. „Das habe ich gehört“, schloss Roxana Küthe schmunzelnd ihren Vortrag. Zum Thema „Autonomes Fahren“ referierte Katrin Körzel aus der Gruppe „Mobilität“ und forderte ein Voranbringen im ländlichen Bereich. Werner Eickler hielt das Autonome Fahren für noch nicht ausgereift: „Zuerst müssen die Straßen dafür ausgebaut und sicherer gemacht werden.“ Ministerin Ina Scharrenbach kann sich das automatisierte Fahren sehr wohl vorstellen, wenn die nötige schnelle Internetverbindung vorhanden ist: „Das werden wir bestimmt noch erleben. Die Frage ist, ob wir das möchten? Manche Menschen fahren auch gerne Auto.“ 

Als Sprecherin für „Wir in Südwestfalen“ stellte Nova Müller aus Hilchenbach das Gemeinschaftshaus für mehrere Generationen, basierend auf einem bedingungslosen Dorfeinkommen vor. „Das gibt es und das fördern wir vom Land in der Trägerschaft eines Vereins“, erklärte Ina Scharrenbach. 

Positive Resonanz bekamen Raphael Vedder aus Affeln und Jan Gross aus Brilon für die Idee aus der Gruppe „Digitale Kompetenzlandschaft“ von Landrat Dr. Karl Schneider. Mit einer Plattform im Internet ließen sich Leerfahrten von Lkw verringern oder vermeiden. Die Gruppe recherchierte, dass 30 bis 40 Prozent der Lkw nur auf einer Wegstrecke beladen sind. Die Kosten ließen sich verringern und die verstopften Straßen würden entlastet. „Das ist eine hervorragende Idee, die man verfolgen kann. Allerdings müssen einige rechtliche Aspekte dabei beachtet werden“, antwortet Schneider. 

Machbarkeit wird jetzt geprüft

Die Projekte „Woltika“ und „Digital Heros“ stellten Carolin Schneider aus Siegen und Hans-Peter Drilling aus Balve aus dem Team „Digitale Bildung“ vor. „Woltika“ soll zur Vermittlung von Praktikumsplätzen und Schnuppertagen dienen, aber auch Lehrern eine Einblick in die Fachbereiche der Unternehmen geben. Das „Digital Education Center“ als zweites Projekt soll Sozialarbeiter und Lehrer weiterbilden und strebt das Ziel an, die Digitale Bildung zu sichern. Scharrenbach empfahl besonders die Idee „Digital Heroes“ in den Prozess der Regionale 2015 aufzunehmen. 

Projektmanager Tobias Brömme lobte die Motivation der Teilnehmer. 22 junge Leute nahmen zum ersten Mal teil, acht waren Wiederholungstäter. Die Machbarkeit der Projekte wird jetzt geprüft und die Ergebnisse werden dann an die Kommunen weitergegeben.

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