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Junge Menschen entwickeln Ideen und Projekte bei UTOPiA in Winterberg

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Von: Anna Sartorius

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Projektmanager Tobias Brömme freut sich auf viele Teilnehmer. © Stephan Müller/Südwestfalen Agentur

Winterberg/Südwestfalen. Querdenker gesucht! Was ist der jungen Generation wichtig? Was bewegt sie in Sachen Mobilität, Kultur, Bildung und Wirtschaft? Was braucht Südwestfalen, um für sie attraktiv zu bleiben? Alle Interessierten im Alter zwischen 16 und 26 können bei der Jugendkonferenz „UTOPiA Südwestfalen“ in Winterberg am 17. und 18. November zu diesen Themen ihren Senf dazugeben – und die Politik hört zu, versichert Projektmanager Tobias Brömme. „Die Teilnehmer können richtig was bewegen.“

Die zentrale Idee der Veranstaltung: Jungen Menschen aus der Region die Möglichkeit geben, die Zukunft Südwestfalens mit ihren Ideen aktiv mitzugestalten – auch im Rahmen der Regionale 2025. Um die Themen der Regionale 2025 – Mobilität, Kultur, Bildung, Wirtschaft – geht es direkt am Samstag. Die Teilnehmer diskutieren und entwickeln Ideen und Projekte zur Zukunft der Region – „uneingeschränkt von Auflagen, querdenken ist erwünscht“, so Brömme. Der Abend klingt aus mit Wintergrillen und Live-Musik. 

Anmeldung bis 11. November

Im Starthaus 1 der Bobbahn haben die Teilnehmer indes am Sonntag die Gelegenheit, ihre Ideen und Visionen Vertretern aus Politik und Wirtschaft vorzustellen und sie mit ihnen zu diskutieren. Unter anderem ist Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW, mit dabei ebenso wie Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Werner Eickler. Alle Interessierten zwischen 16 und 26 Jahren können sich noch bis morgen, 11. November, unter www.utopia-suedwestfalen.com anmelden. 

Die gesamte Veranstaltung, inklusive Verpflegung und Übernachtung, ist kostenfrei. Bislang gab es drei UTOPiA-Veranstaltungen – in Hilchenbach, Iserlohn-Letmathe und in Olpe. „Wann die nächste Veranstaltung stattfindet, wissen wir noch nicht ganz genau“, erklärt Brömme. „Aber sie wird dann im Kreis Soest stattfinden.“

Interview mit dem Projektmanager

UTOPiA soll als bundesweites Modellprojekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beispielhaft zeigen, wie junge Menschen in regionale Entscheidungsprozesse eingebunden werden können. Projektmanager Tobias Brömme sprach mit Kurier-Redakteurin Anna Sartorius über das Projekt.

Kurier: Herr Brömme, warum ist es wichtig, die Jugend mit ins Boot holen? 

Tobias Brömme: Die jungen Menschen der Region sind im wahrsten Sinne des Wortes die Zukunft. Sie sind diejenigen, die hier in Zukunft leben, wohnen und arbeiten, die Südwestfalen gestalten. Im Job, in Vereinen und und und. Und da ist es nur sinnvoll, sie frühzeitig einzubinden und sie mitgestalten zu lassen. 

Kurier: Wie lässt sich dieses Ziel mit UTOPiA realisieren? 

Brömme: Wir wollten jungen Menschen in Südwestfalen eine Plattform geben, um sich auszutauschen, sich selbst mit einzubringen und ernst genommen zu werden. Den Bedarf hat die Region damals erkannt und UTOPiA ins Leben gerufen. UTOPiA ist eine Denkfabrik und Zukunftswerkstatt, bei der es darum geht, Ideen zu sammeln und die Perspektive der jungen Menschen stärker in den Fokus zu rücken. Es soll auch als Ort dienen, an dem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen networken und Gleichgesinnte treffen, die für die Region etwas zum Positiven bewegen wollen.

"Denk- und Sichtweise der Jugendlichen erfahren" 

Kurier: Wie ist die Resonanz? 

Brömme: Gut. Wir haben aber gemerkt, dass wir UTOPiA noch enger begleiten müssen. Seit Januar haben wir das intensiviert, sind viel in Südwestfalen unterwegs gewesen und haben das Konzept vorgestellt. Und ich glaube, das zahlt sich aus. 

Kurier: Was erwarten Sie von den Teilnehmern? 

Brömme: Vor allem viele Ideen. Wir werden mit den Jugendlichen natürlich über die Regionale 2025 reden, über die Themen wie Kultur, Bildung, Wirtschaft und Mobilität. Uns geht es darum, die Denk- und Sichtweise der Jugendlichen zu erfahren. Denn bei der Regionale 2025 geht es darum, auch Zukunft zu schaffen für die nachfolgenden Generationen. Wir wollen erst einmal keine Einschränkungen machen, da kann quer und völlig anders gedacht werden. Soll es sogar. In einem zweiten Schritt können wir schauen, was ist wirklich gut realisierbar – und das spiegeln wir zurück in die Politik in Südwestfalen. Wir werden die Ergebnisse direkt mit den Entscheidungsträgern in der Region diskutieren. Und wir freuen uns, dass auch die NRW-Heimatministerin vorbeikommen wird. 

"Ehrlichkeit, Engagement und Lust zur Diskussion"

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