Im Winter auf der Balkanroute

Kipepeo Winterberg sammelt Spenden für Menschen in Bihac

Die Spenden können in der Hellenstraße 10 abgegeben werden.

Winterberg – „Fast scheint es so, als wären die Menschen auf der Balkanroute in Vergessenheit geraten. Die Not, die sie dazu bewegt, sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft zu machen, möchte sich niemand ausmalen“, so das Team des Vereins „Kipepeo – Fair und Sozial“ aus Winterberg. „Die dramatische Situation der Menschen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten fliehen müssen, hat sich nicht verändert.“

Der bereits im Frühjahr geplante Hilfstransport musste aufgrund der damaligen Grenzschließungen abgesagt werden. Da es jetzt wieder kalt wird, ist ein neuer Hilfstransport geplant. Dafür hat sich der Winterberger Verein Kipepeo an das Aachener-Netzwerk gewandt, die bereits zur Zeit des jugoslawischen Bürgerkrieges Hilfstransporte in die Region organisiert haben. Sie werden die von Kipepeo organisierte Kleidung als Hilfe für Notleidende in Bosnien-Herzegowina, insbesondere in die Region um Bihac an der Europäischen Außengrenze, bringen. 

Der Winter naht

Da der Winter naht, ruft der Verein dringend zu Sach- oder Geldspenden auf. Das Geld wird für den Transport sowie für Lebensmittel und Medikamente vor Ort benötigt. Kipepeo wird ebenfalls einen Betrag von 2.000 Euro aus dem Erlös des ganzjährigen Flohmarktes spenden. Was wird gebraucht? Kleidung für Männer – nicht zu groß, eher schlank. Konkret: Pullover, Jacken, Hosen, Winterschuhe, neue Unterwäsche und Strümpfe, Schals und Mützen, leichte Regenjacken. Und auch sehr wichtig: Decken und Schlafsäcke. 

Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten hat Kipepeo zur Annahme der Spenden am kommenden Samstag, 17. Oktober, von 10 Uhr bis 15 Uhr geöffnet (Hellenstraße 10). Die Spenden werden am 22. Oktober vom Verein nach Aachen gebracht.

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