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Klosterkultur auf der Spur

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17 Geschichtsinteressierte aus Winterberg erkundeten das Kloster Glindfeld in der Nähe von Medebach.
17 Geschichtsinteressierte aus Winterberg erkundeten das Kloster Glindfeld in der Nähe von Medebach.

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich 17 Heimatfreunde aus Winterberg in Glindfeld, um vor Ort mehr über diesen alten Klosterstandort zu erfahren.

In der Kapelle hielt Dr. Wilhelm Kuhne dazu zunächst einen kurzen Vortrag zur Entwicklung des ursprünglichen Augustinerinnenklosters, das vom Kloster Grafschaft gegründet sich zunächst in Küstelberg befand und später nach Glindfeld verlegt wurde. 1499 erfolgte die Umwandlung in ein Kreuzherrenstift, das bis zur Säkularisation 1804 bestehen blieb und maßgeblichen Einfluss auf das kulturelle und religiöse Leben der Nachbarschaft hatte, so zum Beispiel durch das Präsentationsrecht der Winterberger Pfarrei.

Auch in der Landwirtschaft war das Kloster fortschrittlich. Es führte zum Beispiel im hiesigen Raum die Fischzucht ein. Im 19. Jahrhundert wurde der Wirtschaftsbetrieb privatisiert und das Konventsgebäude bis 1995 als staatliches Forstamt genutzt. Die Glindfelder Kapelle selber ist ein Bau der Familie Trippe, aus der auch der bekannte Heimathistoriker Pfarrer Friedrich Trippe stammte, und wurde 1884 errichtet.

Anschließend ging es unter Leitung von Josef Drilling an den ehemaligen Kloster- und Wirtschaftsgebäuden vorbei zum Kreuzweg auf den Kahlen, der vom Glindfelder Prior Rudolf Lefarth angelegt wurde. Unterwegs versuchten sich einige Teilnehmer der Exkursion an der Aufgabe, aus den Chronogrammen der Stationstexte das korrekte Jahr der Errichtung des Kreuzwegs zu bestimmen.

Nach anstrengendem Aufstieg konnten sie schließlich die Kahlenkapelle mit dem Altarstein des Priors Brunhart besichtigen.

Nach dem Abstieg über den so genannten Philosophenpfad war man sich einig, dass eine kleine Erfrischung nötig ist, und so traf man sich im Anschluss noch zu einer gemütlichen Runde in Medebach.

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