Neubau für moderne Zeiten

Knappschaft erweitert Tagungszentrum für 7,3 Millionen Euro

Die bauliche Erweiterung an der Südseite des Tagungszentrums „schwebt“ am Hang. Der Neubau soll den Blick ins Tal nicht stören. Foto: Knappschaft-Bahn-See
+
Die bauliche Erweiterung an der Südseite des Tagungszentrums „schwebt“ am Hang. Der Neubau soll den Blick ins Tal nicht stören.

Winterberg. Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See plant eine bauliche Erweiterung des Tagungszentrums Winterberg an der Schneilstraße 11 in Winterberg. Das Bauprojekt hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 7,3 Millionen Euro. Baubeginn ist Frühjahr 2018. Neben der Erweiterung sind Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude vorgesehen sowie die Modernisierung der Gästezimmer.

„Wir führen hier in Winterberg Aus- und Weiterbildungen für die gesamte Deutsche Rentenversicherung durch. Im vergangenen Jahr haben wir 5.100 Gäste begrüßt und etwa 16.000 Übernachtungen im Tagungszentrum gehabt“, sagte Peter Grothues, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, am Montag auf der Vorstellung des Bauprojektes. „Irgendwann stößt man dann an Grenzen.“

Das Gebäude ist seit 1954 im Besitz einer Vorgängerorganisation der Deutschen Rentenversicherung und zuletzt 1995 umgebaut worden. „Damals war es das Nonplusultra“, erklärte Grothues. Heute sieht das anders aus. Das Tagungszentrum soll daher an die Anforderungen der Zeit angepasst werden.

„Wir werden unsere Schulungsräume mit neuester Medientechnologie ausstatten“, erklärte Eckhard Hofmann, Leiter der Abteilung Planen und Bauen der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. „Die Zeiten von Beamer und Leinwand sind dann vorbei.“ Unter anderem soll ein Beschallungssystem, ein mobiles Rednerpult und ein Touchdisplay in die neuen Seminarräume eingebaut werden.

Zwei der neuen Seminarräume erhalten zudem eine induktive Höranlage. Das Gebäude soll auch in Bezug auf den Punkt Barrierefreiheit dort angepasst werden, wo es möglich ist. Gleichzeitig bekommt das gesamte Gebäude ein neues Farbkonzept, um die Orientierung für Sehbehinderte zu erleichtern.

Bis Ende 2019 sollen auch die 87 Gästezimmer im Tagungszentrum modernisiert und zum Beispiel mit WLAN ausgestattet werden. Bisher war dies nur im Rest des Gebäudes möglich. Das Herzstück des Projektes wird die bauliche Erweiterung auf der Südseite des Tagungszentrums sein. Baubeginn ist für Frühjahr 2018 geplant und soll im Sommer 2019 enden. Die ersten Vorarbeiten werden in diesem Jahr starten.

„Priorität, dass der Blick erhalten bleibt“

Im neuen Anbau sollen sechs neue und moderne Seminarräume und ein Aufenthaltsraum mit Terrasse entstehen. „Der Neubau findet parallel zum Schulbetrieb statt und muss entsprechend koordiniert werden“, sagte Hofmann. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Aufgrund der Hanglage schließt der Anbau an das Untergeschoss des Tageszentrums an. Darunter wird ein etwas kleineres Kellergeschoss gebaut. Dadurch entsteht der Effekt, dass der Anbau am Hang zu schweben scheint. Im Kellergeschoss werden neue Räumlichkeiten für Freizeitaktivitäten, ein Stuhllager und Technikräume untergebracht.

Die neuen Seminarräume darüber sind für etwa 30 Personen ausgelegt. Zwei der Räume erhalten eine mobile Trennwand und können bei Bedarf zusammengelegt werden. Um den eindrucksvollen Ausblick vom Bestandsgebäude in Richtung Tal beizubehalten, ordnet sich der Anbau mit einer begrünten Dachfläche dem Bestandsgebäude in seiner Höhenentwicklung unter. „Unsere Priorität war, dass der Ausblick erhalten bleibt“, erklärte Hofmann.

Die Anbindung des Neubaus an das Tagungszentrum erfolgt zum einen durch einen neuen Verbindungsgang, welcher die neuen Seminarräume mit den Gruppenräumen im alten Hauptgebäude barrierefrei verbindet, und zum anderen durch einen neuen Vorraum mit einer weiteren Treppen- und Aufzugsanlage. Hierdurch entsteht auch eine barrierefreie Anbindung zum Speiseraum im Erdgeschoss des Hauptgebäudes.

„Wir bauen im Bereich des Mittelbaus auf der Nordseite zudem ein neues Treppenhaus mit Fahrstuhl, um den Zugang zu den Gästezimmern zu erleichtern“, sagte Hofmann. Hier entstehen zudem zwei zusätzliche barrierefreie Gästezimmer. Außerdem soll die Rauchmeldeanlage erneuert werden. Für die Bauarbeiten sollen noch lokale Unternehmen mit ins Boot geholt werden. Die Ausschreibungen werden gegen Ende dieses Jahres erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare