„Unsere Region ist schon richtig kreativ“

Leader fördert Käse – Fördermittel in Höhe von 400.000 Euro verfügbar 

Leader Hochsauerland Bio-Käserei Schafe
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Die fleißigsten Mitarbeiter der zukünftigen gläsernen Bio-Käserei: Schafe.

„Rothaar-Blau“ – ein Schafskäse aus der gläsernen Bio-Käserei – könnte die heimische Region als lokale Delikatesse bald weit über ihre Grenzen hinaus bekannt machen. Und auf der gelenkschonenden Finnenlaufbahn in Brilon, dem Dirt- und Pumptrack in Marsberg, im sanierten Warmwasser-Hallenbad in Winterberg-Siedlinghausen oder auch bei einer Wanderung auf dem Bier-Erlebnispfad in Hallenberg könnten die Bürger demnächst dann die dem Schafskäse geschuldeten Pfunde wieder loswerden.

Medebach/Winterberg/Hallenberg/Marsberg/Brilon/Olsberg – Denn diese Projekte hat die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Hochsauerland vor Kurzem als förderwürdig beschlossen. Außerdem wurden in der fast drei-stündigen Online-Sitzung noch eine barrierefreie und energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Olsberg-Heinrichsdorf, eine Aufwertung des Kolpingraums für Kinder- und Jugendarbeit in Olsberg-Bigge, eine Reaktivierung von Balkenmähgeräten in Medebach oder ein Mountainbike-Trail und ein Entdeckerpfad der Vogelauffangstation in Marsberg beschlossen, informiert der Regionalverein Leader-Region Hochsauerland.

„Zehn neue Projekte – das ist bisher der absolute Rekord an Projektbeschlüssen für eine Sitzung“, sagt Leader-Regionalmanagerin Kathrin Ikenmeyer. „Und es ist bemerkenswert, dass auch jetzt zum Ende der Förderphase noch immer so viele tolle Projetideen an uns herangetragen werden. Unsere Region Hochsauerland ist da schon richtig kreativ“, pflichtet ihr Kollege Christoph Hammerschmidt bei.

Das sei auch dem Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf nicht verborgen geblieben, welches der Region passend zu Ostern zusätzliche Fördermittel in Höhe von über 400.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Somit könnten alle beschlossenen Leader-Projekte jetzt auch umgesetzt werden.

25 neue Kleinprojekte

Auf der Sitzung beschlossen die Teilnehmer auch 25 neue Kleinprojekte für dieses Jahr. Diese sogenannten Kleinprojekte dürften nicht mehr als 20.000 Euro kosten und müssten innerhalb eines Kalenderjahres umgesetzt werden. Anders als bei der Leader-Förderung kommen diese Mittel nicht vom Land NRW und der Europäischen Union, sondern werden aus Bundesmitteln finanziert, so der Regionalverein. Vom digitalen Dorfarchiv, über einen Waldwandelweg bis hin zum soziokulturellen Zentrum seien auch dieses Jahr wieder viele interessante Projektideen dabei.

„Wir sind digital.Dorf!“

Zusätzlich wurde auch noch das vom Regionalmanagement in Zusammenarbeit mit der Südwestfalen-Agentur entwickelte Projekt „Wir sind digital.Dorf!“ vorgestellt. Den Dörfern soll durch dieses Projekt eine eigene digitale Kommunikationsplattform, bestehend aus DorfWebseite und einer „DorfFunk“-App zur Verfügung gestellt werden. Das eigene Dorf und seine Geschichte präsentieren, Neuigkeiten und Veranstaltungen bekannt machen, sich vernetzen, austauschen und so eine lebendige Nachbarschaft leben: Diese und viele weitere Möglichkeiten solle „Wir sind digital.Dorf!“ bieten.

Das Projekt wird als Gemeinschaftsprojekt vieler südwestfälischer Leader-Regionen konzipiert. „Die Dörfer haben im Grunde die gleichen Wünsche, wenn es darum geht, eine Dorfplattform aufzubauen. Warum dann nicht ein gemeinsames System für Südwestfalen entwickeln, das man aber auch für einzelne Dörfer individualisieren kann“, erklärt Regionalmanager Christoph Hammerschmidt.

Bei Interesse oder Fragen zu diesem Projekt bittet der Regionalverein Leader-Region Hochsauerland die Dorfgemeinschaften oder Ortsvorsteher Christoph Hammerschmidt direkt unter der unten stehenden E-Mail-Adresse zu kontaktieren.

„Wir sind stolz auf die rege Beteiligung und das Engagement aus unserer Region“, so der Vorsitzende des Regionalvereins Thomas Grosche, Und weiter: „Mit diesem Wissen blicken wir positiv auf eine neue Förderperiode, auf die wir uns nun vorbereiten werden.“

Fragen zum Leader-Prozess

Bei weiteren Fragen zum Leader-Prozess können sich Interessierte jederzeit an ihr Regionalmanagement – Kathrin Ikenmeyer und Christoph Hammerschmidt – wenden. Diese sind entweder per E-Mail unter info@leader-hochsauerland.de oder unter der Tel. 0 29 82/ 90 84 17 zu erreichen. Da die Verantwortlichen derzeit vermehrt im Homeoffice arbeiten, können die Bürger eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Die Regionalmanager würden sich schnellstmöglich zurückmelden.

Weitere Informationen zu den neuen Leader- und Kleinprojekten finden alle Interessierten auf der Webseite der Leader-Region Hochsauerland unter www.leader-hochsauerland.de

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