Kooperationsvertrag in Schweden unterschrieben

Leader-Region Hochsauerland baut internationales Netzwerk auf

Die Regionalmanager der Leader-Regionen bei Tampere-Finnland (Petri Rinne), Vaasa-Finnland (Mervi Niemi-Huhdanpää), Hochsauerland (Hannah Kath) und Halmstad-Schweden (Marion Eckhardt) unterzeichneten den Kooperationsvertrag in 16-facher Ausführung.

Hochsauerland. In der schwedischen Leader-Region Halland fand jetzt die Vertragsunterzeichnung für ein besonderes internationales Kooperationsprojekt statt. Das hiesige Leader-Regionalmanagement und eine Vertreterin des „Kommunalen Integrationszentrums“ (KI) waren dort und haben mit weiteren 16 Leader-Regionen aus Österreich, Schweden und Finnland sondiert, wie eine Zusammenarbeit für die kommenden drei Jahre funktionieren kann.

Alle verbindet das gleiche Thema: Wie kann die Region den Flüchtlingszuwachs als Chance nutzen und die Flüchtlinge auch in der ländlichen Region halten? Hauptthema des Treffens war der bessere Übergang der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. In allen Ländern gebe es eine Vielzahl an Restriktionen, die Geflüchtete darin einschränken, zeitnah einen Sprachkurs zu besuchen oder eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. 

„Gerade deshalb ist es eine der wichtigsten Aufgaben, den Geflüchteten schnell eine Lebensperspektive in der Region aufzuzeigen und ihnen den Eintritt in unser Bildungssystem und den Arbeitsmarkt zu ebnen“, meint Diana Kamender vom KI.

„Über den Tellerrand hinausschauen“ 

Wie schon bei dem ersten Treffen dreier Leader-Regionen dieser Kooperation haben alle Beteiligten durch den Austausch wichtige Impulse und Informationen für ihre weitere Arbeit und die Umsetzung neuer Projekte in ihrem eigenen Land mitnehmen können. 

Der Vorsitzende des Leader-Regionalvereins Hochsauerland, Thomas Grosche, erläutert zu den Hintergründen der internationalen Kooperation: „Die grundlegende Idee war, dass wir im dritten Leader-Prozess weiter über den Tellerrand hinaus schauen. Leader als Europäisches Förderprogramm bedeutet, dass man zwar regional agiert, aber durchaus auch international denkt. Für mich ist es wichtig zu erfahren, wie andere Regionen in Europa mit dem Leader-Prozess umgehen, gerade Regionen, die von den Grundvoraussetzungen her ähnlich wie wir aufgestellt sind.“ 

Vier Konferenzen sind geplant

Zukünftig sind innerhalb der Kooperation vier internationale Konferenzen geplant, bei denen sich Ehrenamtler und öffentliche Akteure zusammen mit den Verwaltungen aus allen Ländern zu bestimmten Themen in der Flüchtlingsintegration austauschen werden. Eine der internationalen Konferenzen wird im Frühjahr 2018 im Hochsauerland stattfinden. 

Weiterhin wird ein internationales sowie lokales Netzwerk zwischen diesen Akteuren aufgebaut. Gute Beispiele und Erfahrungen zur Umsetzung von Projekten aus allen Ländern werden zusammengetragen und auf einer Internetseite dargestellt. „Als Hauptziel dieser Kooperation sehen wir ein gemeinsames Projekt, welches in allen Ländern zusammen umgesetzt wird. Das ist gelebtes Europa“, meint Regionalmanagerin Hannah Kath.

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