Gut aufgestellt in die Zukunft

Neue Presbyterinnen in Winterberger Gemeinde in ihr Amt eingeführt

Pfarrer Peter Liedtke freute sich, dass Janine Hetzler und Tanja Jülich nun Dr. Friedrich Opes, Gudrun Kray, Wilhelm Schulten und Rosi Raeggel (von links) im Presbyterium verstärken.

Winterberg – Konfirmationen sind zum einen ein Schlusspunkt hinter den Konfi-Unterricht und zum anderen ein Anfang: Sie markieren für die jungen Leute den Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben.

Wenn es gut läuft, bleiben die Jugendlichen nach den Konfirmationen ihren Gemeinden tatsächlich erhalten und einige werden sogar ehrenamtliche Mitarbeiter im Kindergottesdienst, in Jungscharen oder bei den Jugendbibelwochen“: In der Winterberger Kirchengemeinde waren die Konfirmationen diesmal auf eine ganz andere Weise ein Startpunkt. Zwei der Konfirmanden-Mütter aus diesem Jahr wurden als Presbyterinnen ins Amt eingeführt. Genau so viele Stellen waren im gemeindlichen Leitungsgremium unbesetzt. Dankbar nahm die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg das Angebot an, dass sich Janine Hetzler aus Langewiese und Tanja Jülich aus Neuastenberg gern in die ehrenamtliche Pflicht nehmen lassen wollten. Damit bringen die Neuen den Blickwinkel der Ortschaften stärker ins Winterberger Presbyterium ein und außerdem einigen frischen Wind mit, sind sie doch rund 15 Jahre jünger als die bisher jüngsten Presbyter. 

Jugendarbeit ist ein großes Anliegen

Den beiden ist die Jugendarbeit ein großes Anliegen. Sie muss und kann für die Kirchengemeinde nun deutlicher in den Blick kommen, nachdem in den vergangenen Jahren viele Kräfte wie berichtet in den Umbau der Evangelischen Kirche in Winterberg und die verbundene Aufgabe von Räumen dort gesteckt wurden. In diesen Umbruchzeiten sucht die Kirchengemeinde derzeit nach einem neuen Pfarrer, einer neuen Pfarrerin, nachdem der frühere Pfarrstellen-Inhaber Matthias Gleibe die Gemeinde vor zwei Jahren verlassen hat. Aus diesem Grund war es Peter Liedtke, der in dem Abendmahls-Gottesdienst mit den Presbytern Dr. Friedrich Opes und Rosi Raeggel die beiden Neuen ins Amt einführte. Peter Liedtke ist als Pfarrer im Wittgensteiner Kirchenkreis, zu dem die Winterberger Gemeinde gehört, auch für Vertretungsdienste zuständig. Er unterstrich in seinen Ausführungen das Verständnis vom Priestertum aller Gläubigen, nach dem sich alle mit ihren jeweiligen Gaben in den Dienst der Kirche stellen mögen, und dankte Tanja Jülich und Janine Hetzler ausdrücklich für ihre Bereitschaft, eben das zu tun. 

Einen großen Dank richtete Peter Liedtke auch noch an Christine Hakenes-Leisner, die im selben Gottesdienst als jahrelange Küsterin der Winterberger Kirche verabschiedet wurde. Ihre Nachfolge ist geklärt. Presbyterin Rosi Raeggel wird künftig in einem verringerten Stundenumfang die Winterberger Küster-Aufgaben übernehmen. Zum Schluss hatte Peter Liedtke eine weitere gute Nachricht für die Gottesdienst-Besucher: „In Zeiten, da es ganz allgemein schwer geworden ist, Pfarrer für den ländlichen Raum zu finden, gibt es eine Bewerbung für die örtliche Stelle.“ Er gehe davon aus, dass sich im September jemand bei einem Gottesdienst in Winterberg der Gemeinde vorstellen werde.

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