1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Winterberg

Neues Anlauf-System auch bei der St.-Georg-Schanze

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gleichbleibende Bedingungen für alle Athleten

Winterberg. (SK)

In Trondheim gingen Anfang Dezember nach zwei Jahren wieder Springer der Weltelite über den Bakken der Granåsen-Schanze. Mit dem Einbau von Ski-Line, der Weltneuheit in Sachen Anlaufspur, setzte der frühere norwegische WM-Ort bei der Austragung des Weltcups nach einigen Absagen in den vergangenen Wintern diesmal ganz auf Sicherheit — und gewann. Auch die neue Olympischanze in Garmisch-Partenkirchen ist mit dem System bestückt, das am 7./8. Januar auch auf den beiden Schanzen in Winterberg Premiere hat und am 24. Januar offiziell eingeweiht werden wird. Damit verbessern sich auch die Trainingsmöglichkeiten für den Nachuwchs im Stützpunkt Willingen/Winterberg. Ziel ist es, möglichst bald einen einheimischen Skispringer wie das große Talent Stephan Leyhe (Jahrgang 1992) für den Willinger Weltcup auf der Mühlenkopfschanze zu qualifizieren.

Peter Riedel, Experte für Schnee und Vereisungstechniken, dessen Vater Eberhard der einzige alpine Skirennläufer der DDR von Weltformat war, hatte die Idee zu der neuartigen Konstruktion von kombinierter Sommer- und gekühlter Winterspur in einem Modul.

Kühlung für die Anlaufspur

"Wir waren in Garmisch so stark engagiert, dass Winterberg etwas gelitten hat, jetzt ist es aber bald so weit", berichtete Riedel.

Gemeinsam mit dem Kunststoffspezialisten Rehau hat der Erfinder das System zur heutigen Ski-Line weiterentwickelt — in enger Abstimmung mit dem Internationalen Skiverband FIS, dem Deutschen Skiverband und den Athleten. "Wir sorgen in der Anlaufspur für gleichbleibende und sichere Bedingungen für alle Athleten auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen", so Wolfgang Krügel, Marketingleiter Industrieentwicklungen bei Rehau.

Eine energieeffiziente und kostengünstige Kühlung bringt die Kälte unter die beiden Winterspurkanäle und sorgt auch bei Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt für eine konstante Spur.

Die Seitenführung aus besonders gleitfähigem High-Tech-Kunststoff bringt mehr Sicherheit für die Springer. Neuartig ist auch die Sommerspur aus abriebfestem, speziell auf die Beläge der Sprungski abgestimmtem Kunststoff.

Widerstand und Gleiteigenschaften sind nahezu identisch mit einer Schneeauflage im Winter.

Die weltbesten Skispringer haben sich schnell an die neuen, gleichbleibenden Bedingungen gewöhnt und sind wie die Trainer voll des Lobes.

Auch interessant

Kommentare