Die Kunst der Buchstaben

Paul Stipp stellt neue Werke im Kolpinghaus in Siedlinghausen aus

Künstler Paul Stipp ist im April mit einer neuen Ausstellung im Kolpinghaus in Siedlinghausen zu Gast.

Siedlinghausen. Paul Stipp setzt bei seinen Werken auf das Zusammenspiel aus Malerei, Buchstaben und Zahlen. Der Siedlinghauser Künstler hat schon 2005 und 2009 seine Werke im Kolpinghaus in Siedlinghausen gezeigt und präsentiert jetzt dort vom 6. bis 28. April unter dem Thema „Schriftbilder“ eine weitere Ausstellung mit neuen Kunstwerken.

Kunstinteressierte erwartet dann im Kolpinghaus in Siedlinghausen unter anderem ein Flügelaltar (Triyptychon), der aus sechs großen, dreiteiligen Bildern besteht. Diese Form der Präsentation biete eine außergewöhnliche Möglichkeit der Gestaltung. „In jedem der Bilder sind jeweils zwei Buchstaben zu sehen, die zusammen ein Wort ergeben, das den Hintergrund interpretiert“, sagt Stipp im Gespräch mit dem SauerlandKurier. Außerdem wird es zehn Bilder zur „Magie der Zahlen“ geben. Jedes der Kunstwerke bildet eine Zahl ab, deren mythologischer, religiöser oder kunsthistorischer Hintergrund in einem Text erklärt wird. Ein weiterer Aspekt der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Begriff der Heimat. 

„Wir erleben gerade die Wiedergeburt des Begriffs der Heimat und dies löst eine Flut von Bildern aus“, sagt Stipp. „So auch in meiner Ausstellung, wobei persönliche Erfahrungen und Gefühle Basis der ausgestellten Bilder sind.“ Unter dem Überthema „Heimat“ werden, wenn es der Platz im Kolpinghaus zulässt, zehn Bilder ausgestellt, die sich unter anderem mit Begriffen wie Existenz oder Tradition befassen. Paul Stipp hat bis zu seiner Pensionierung vom Layouter bis zum Kreativdirektor in großen Werbeagenturen gearbeitet und ist seitdem als Künstler tätig. Seine Werke wurden schon in vielen Museen im Sauerland ausgestellt. 

„Spontaner Ausdruck des Schreibenden“ 

„Die Auseinandersetzung mit guter Typografie entstand bereits in meiner Ausbildung zum Schriftsetzer und vertiefte sich durch mein anschließendes Grafik-Design-Studium. Schrift und der bildhafte Aspekt von Buchstaben hat mich während meiner Tätigkeit in der Werbebranche immer fasziniert und begleitet. Schrift war für mich nicht mehr nur Information, sondern wie schon im Jugendstil formales Element. Auch bei der Handschrift vereinigen sich Kontrolle und Spontaneität. Man muss Regeln einhalten und gleichzeitig ist die Handschrift spontaner Ausdruck des Schreibenden.“ 

Die Ausstellung ist ab Samstag, 6. April, bis Sonntag, 28. April, immer dienstags bis freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Montags bleibt sie geschlossen. Am Karfreitag, 19. April, ist die Ausstellung von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt frei.

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