Vorbereitungen auf den Winter

Planungen für neue Projekte laufen in der Wintersport-Arena Sauerland

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Die Mitglieder der Wintersport-Arena Sauerland blicken schon voraus auf den Winter.

Hochsauerland. Nach dem Winter ist vor dem Winter für die Mitglieder der Wintersport-Arena Sauerland. Diese trafen sich in dieser Woche in Altastenberg, um auf die vergangene Saison zurückzublicken, sich über Aktuelles zu informieren und Ideen für neue Projekte zu sammeln.

Nach dem Wintereinbruch im vergangenen November gab es kalte Nächte für Maschinenschnee und einen schneereichen Frühwinter. Nach dem Weihnachtstauwetter waren die Ski-Bedingungen bis Ende Januar nicht zufriedenstellend, jedoch konnten die Beschneiungsanlagen nach dem Wetterwechsel im Februar sehr gute Bedingungen bis in den März schaffen. Damit kamen die beschneiten Liftanlagen auf bis zu 121 Wintersporttage, die unbeschneiten Gebiete auf 10 bis 30 Skitage. Den Ausblick auf das Wetter der kommenden Saison vermochte Projektleiter Julian Pape nicht zu geben, erklärte jedoch: „Eine ähnliche Wetterlage wie in diesem Sommer kann uns im Winter Kälte bringen.“ Die Winter weisen im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten mit 0,6 Grad den geringsten Temperaturanstieg auf. 

Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) musste sich der Verein intensiv auseinandersetzen, um eine tragfähige Lösung zu erarbeiten. „Der Gesetzgeber wollte uns gut, jedoch trifft die Bürokratie hier die Vereine und kleinen Unternehmer. Werden die Abmahnanwälte wohl an kleine Firmen oder große Unternehmen herantreten, für welche die Regelungen eigentlich gedacht waren?“, fragte der Erste Vorsitzende Michael Beckmann rhetorisch und rief auf, bei den heimischen Bundestagsabgeordneten den Finger in die Wunde zu legen und die Politiker auf die Probleme anzusprechen.

Mitglieder der Wintersport-Arena Sauerland trafen sich jetzt in Altastenberg, hier der Vorstand mitsamt des Referenten Hansueli Rhyner.

Über den Sommer wurde zudem der Internetauftritt der Wintersport-Arena überarbeitet und die Bereiche alpin und nordisch zusammengeführt, der Newsroom soll ebenfalls noch integriert werden. Positiv wurde das Frühwarnsystem für den Anreiseverkehr bewertet, dieses werde noch weiter ausgebaut. 

Ausbau der Nachwuchsförderung 

Ein wichtiger Zweig sei die Social-Media-Arbeit geworden, die in den Händen von Susanne Schulten liegt. Im Fokus des Marketings liegen auch die kleineren Skigebiete. Mit zwölf Betreibern, die von dem seit 15 Jahren laufenden Masterplan bisher nicht profitiert haben, seien konstruktive Gespräche geführt worden. Schneesicherheit zu schaffen sei hier eine Herausforderung. Mit Betriebsberatungen, der Schaffung von Verbundlösungen und Zukunftsplänen, wie Marktnischen besetzt werden können, will der Verein hier unterstützen. Als weitere Ziele wurden eine Einreichung einer Petition zur Einführung von Winterferien beschlossen und der weitere Ausbau der Nachwuchsförderung im Breitensport mit Schulsportangeboten. Für 30 Euro pro Schüler können Schulklassen einen Tag Ski fahren, inklusive Ausrüstung, Ticket und Verpflegung. 

Michael Beckmann wertschätzte die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein und das unternehmerische Wagnis sowie die hohen Investitionen der Liftbetreiber, „von denen auch andere im Tourismus partizipieren“. Mit einem Impulsvortrag zum Thema „Snowfarming“ von Hansueli Rhyner vom schweizerischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos endete die Mitgliederversammlung. Ob die schwierige Wirtschaftlichkeitsrechnung der Schneeeinlagerung über den Sommer aufgeht, sei noch zu bewerten. Zumindest stellten die Mitglieder der Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein fest, dass die Entwicklung vorangegangen sei.

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