Gesellschafterversammlung der WTW

Trend: Gäste bleiben länger in Winterberg

Die Gesellschafterversammlung der WTW fand beim Vita Aktiv Pflegedienst in Winterberg statt.

Winterberg/Hallenberg – Die Anfang des Jahres gegründete Vita Aktiv Pflegedienst GmbH in Winterberg war jetzt Gastgeberin der Gesellschafterversammlung der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH.

Wichtige Themen für die Zukunft sowie ein Rückblick auf das vergangene Jahr standen auf der Tagesordnung der WTW-Gesellschafter. Zunächst stellte die Vita Aktiv-Geschäftsführerin Jeniffer Leutner mit Pia Engemann die Angebote und Leistungen des Pflegedienstes vor. Die Entwicklung der Gästezahlen und deren Bewertung ist immer ein Bestandteil des Rückblicks der Gesellschafter der WTW. Bis einschließlich Juni 2019 wurden durch das Landesamt für Statistik insgesamt 206.160 Ankünfte in den Betrieben mit mindestens 10 Betten registriert. Dies sei zwar ein leichter Rückgang zum Vorjahr von 1,6 Prozent, bedeute jedoch bei gleichzeitig gestiegenen Übernachtungszahlen ebenfalls im gleichen Zeitraum, dass die Gäste länger in der Ferienregion Urlaub gemacht haben. Dieser Trend der längeren Verweildauer setzte sich auch in den Monaten Juli und August weiter fort. 

„Diese Entwicklung ist positiv und weicht zudem positiv vom Sauerland-Trend ab. Die Gäste genießen länger ihren Urlaub in unserer Ferienregion. Dies ist insgesamt ein Zeichen für stetig steigende Qualität in allen tourismus-relevanten Bereichen und ein Ergebnis der konsequenten Umsetzung des Tourismuskonzeptes“, so WTW-Geschäftsführer Michael Beckmann. Gerade im Hinblick auf die durchwachsene Wintersaison sei dies als sehr erfreulich einzustufen und belege, dass die Sommersaison immer besser funktioniere. „Winterberg hat sich in den vergangenen 15 Jahren unter anderem dank der vielen Investitionen der Unternehmen in die Freizeitinfrastruktur und die Qualität der Übernachtungsbetriebe von einem reinen Wintersportort hin zu einem attraktiven Ganzjahresziel entwickelt“, so Beckmann weiter.

Attraktive Erlebnisse bieten

Das Jahr 2019 war in Winterberg geprägt von Großveranstaltungen. Die Rennrodel-WM, der Snowboard-Weltcup, das Dirt Masters Bike-Festival, der Deutsche Wandertag, die Bike Games oder die vielen kleineren Veranstaltungen wie dem Bildchen-Sprint. Mit viel Herzblut und Engagement haben die Mitarbeiter der WTW gemeinsam mit den Vereinen aus Winterberg und seinen Dörfern Hand in Hand für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen gesorgt und bei den Besuchern einen guten Eindruck hinterlassen. 

Auch im kommenden Jahr richtet Winterberg im März den Snowboard-Weltcup aus. Das Stadterlebnis und Dirt Masters im Mai, die Bike Games mit UCI-Weltcup im September, ein Street Food-Festival, Themen-Wanderwochen, der Musiksommer, die Kultur-Veranstaltungen von „KuKuK!“sowie das Sparkassen Open Air stehen darüber hinaus mit vielen anderen Veranstaltungen bereits im Kalender der WTW. Dazu kommen die vielen Veranstaltungen in den Ortsteilen, die durch die Vereine mit großem, ehrenamtlichem Engagement ausgerichtet werden. Insbesondere der mit vielen Veranstaltungen gespickte Event-Kalender unter winterberg.de, zudem die Freizeit-Angebote insgesamt in der Ferienregion Winterberg und Hallenberg seien wesentliche Elemente dafür, in einem Ort wie Winterberg, in dem der Tourismus die Leitbranche ist, attraktive Erlebnisse für die Gäste zu schaffen. 

„Bei unseren Veranstaltungen nehmen wir nicht nur die Gäste in den Fokus, auch die Bürger dieser Stadt sollen von diesen Erlebnissen profitieren. Die Resonanz zeigt, dass die unterschiedlichen Formate von Musik- bis Sportveranstaltungen bei den Menschen, die hier leben, ankommen“, sagt Michael Beckmann. Die WTW sei schon lange nicht mehr ausschließlich für die Tourismus- und Wirtschaftsförderung in Winterberg verantwortlich. Es gehe vielmehr auch darum, mit gezielten Maßnahmen und Veranstaltungen das Lebensumfeld insgesamt attraktiv weiterzuentwickeln. „Wenn die Lebensqualität stimmt und wir so intensiv und erfolgreich wie bisher daran arbeiten, unsere Region lebens- und liebenswert aufzustellen, dann dient dies zum Beispiel auch der Fachkräftebindung und -gewinnung in allen Branchen. Auch außerhalb der Tourismuswirtschaft“, so Michael Beckmann.

Projekte bereichern Winterberg und Dörfer

Dazu zählen auch die im Rahmen des Tourismuskonzeptes Winterberg 2020plus erarbeiteten Schlüsselprojekte, die mit Unterstützung des Unternehmerbeirates zielgerichtet umgesetzt werden. Ein gutes Beispiel sei die mit Leader-Geldern geförderte Einrichtung des Heilklimaerlebnisweges, der als verbindender „Kurweg“ für die heilklimatischen Kurorte Winterberg und Altastenberg mit Bezügen nach Neuastenberg ausgelegt wird. Neue Strecken im Trailpark Winterberg, die Optimierung des „Goldenen Pfades“ auf der Niedersfelder Hochheide, die Nachhaltigkeits-Zertifizierung mit Partnerbetrieben durch TourCert, der Bürgerdialog, die Entwicklung der Bürgerkarte „Mein Heimatmoment“ oder das Förderprojekt „Hand ans Werk“ für Handwerksbetriebe seien erfolgreiche Maßnahmen. 

Ganz oben auf der Agenda stehe weiterhin „die Stärkung der Marke Winterberg“ mit Präsenz in allen medialen Kanälen von der Webseite bis zu den Social Media-Plattformen. Sowohl der Online-Auftritt als auch die Präsenz Winterbergs bei Facebook, Instagram und Youtube erfreuen sich wachsender Zugriffe sowie Fans bzw. Follower. Ein neuer Info-Channel der WTW, der über Veranstaltungen, das Wetter, die Skigebiete, Wanderwege oder besonderer Angebote informieren wird, soll zudem im Frühjahr 2020 starten. Dazu werden Bildschirme beispielsweise im E-Center, im Bürgerbahnhof oder in Hotels hängen. Auch das Ausspielen der Inhalte über die TV-Geräte in Hotelzimmern ist geplant. 

Nicht nur online sowie bei den Gäste-Übernachtungen lasse sich die stetig steigende Beliebtheit der Ferienregion Winterberg und Hallenberg ablesen, hieß es weiter: Schaue man genauer hin, ließe sich in vielen Bereichen ein positiver Trend ablesen. Bestes Beispiel seien die Besucherzahlen des Schwimmbads und der Sauna im Oversum. In beiden Bereichen sei ein positiver Besucher-Trend zu verzeichnen. Auch der Skibus „AstenExpress“ wurde in der vergangenen Saison sehr gut angenommen und wird deshalb im kommenden Winter erneut eingesetzt. „Der Skibus ist Teil unseres Konzeptes, um die Verkehrslage in den Wintermonaten zu entspannen. Wir freuen uns, dass er gut angenommen wird“, so Michael Beckmann. Dazu gehört auch ein Sonderzug, der in den Wintermonaten jeweils samstags von Oberhausen nach Winterberg fahren wird. 

Ein wichtiger Teil des Tourismuskonzeptes sei auch die Nachhaltigkeit. Winterberg strebt an, zusammen mit möglichst vielen Betrieben der Wintersport-Branche auch nachhaltige Wintersportdestination zu werden. Der nächste Nachhaltigkeitsstammtisch soll am 5. Dezember stattfinden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare