Unternehmen sind aufgerufen

Projekt „Hand ans Werk – Pack an in Winterberg, Medebach, Hallenberg“ geht weiter

Das Projekt „Hand ans Werk“ in Winterberg, Hallenberg und Medebach läuft weiter.
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Das Projekt „Hand ans Werk“ in Winterberg, Hallenberg und Medebach läuft weiter.

Winterberg – Die Heizung ist kaputt und der Heizung-Sanitär-Fachmann kann erst in drei Wochen kommen. Das Wohnzimmer soll renoviert werden und der Malermeister vertröstet die Anfrage des potentiellen Kunden auf in zehn Monaten. In Zeiten von Fachkräfte- und Nachwuchsmangel sind diese Szenarien keine Einzelfälle. Die Auftragsbücher sind voll, aber den Handwerksbetrieben fehlt das Personal, um alles zeitnah abzuarbeiten. Um aus dieser schwierigen Personalsituation herauszufinden und gemeinsam besonders junge Leute als Azubis und gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen, wurde bis Ende 2019 das Projekt „Hand ans Werk“ in den Gemeinden Hallenberg, Medebach und Winterberg lebendig und erfolgreich gestaltet.

Das vom Land finanzierte Projekt suchte unter anderem Ausbildungs-Botschafter, organisierte Podiumsdiskussionen, schuf neue Marketing-Strategien und förderte den Austausch zwischen den Unternehmen sowie potentiellen Nachwuchskräften. Jetzt soll das Erfolgs-Projekt eine Fortsetzung finden, die Unternehmen aus der heimischen Handwerks-Branche sind aufgerufen, sich an „Hand ans Werk – Pack an in Winterberg, Medebach, Hallenberg“ aktiv zu beteiligen. „Hand ans Werk“ habe gezeigt: Im Verbund mit anderen Betrieben ist nicht nur die Azubi- und Fachkräfteakquise wesentlich effektiver, sondern auch die betriebliche Effizienz und Bekanntheit. „Deshalb ist es uns wichtig, dieses Projekt nun fortzusetzen. Unser Ziel ist es, mit 20 teilnehmenden Betrieben an den Start zu gehen. Im ersten Jahr sollen mindestens 30 Betriebe aktiv beteiligt sein“, so der Vorsitzende des Lenkungskreises, Michael Beckmann.

Die Akquise neuer Mitgliedsbetriebe für „Hand ans Werk – Pack an in Winterberg, Medebach und Hallenberg“ startet jetzt. Kristina Heimann, die für das Projekt verantwortlich ist, erklärt: „Akquiriert wird durch die Lenkungskreisbetriebe selber, sprich von Handwerker zu Handwerker.“ Dazu gehören das Autohaus Hoffmann, Leiße & Söhne, SI Werbeform, Objekteinrichtung Bröker, Elektro Lefarth, Elektro Berkenkopf und Autodienst Kronauge. „Gemeinsam organisiert, werden die Handwerksbetriebe weiter den Schülerinnen und Schülern und auch den Eltern vermitteln, welche hochattraktiven Chancen in den handwerklichen Berufen in der Region bestehen. Das vergangene Jahr hat gezeigt, wieviel Aufmerksamkeit die Maßnahmen des Projekts erregt haben. Daran gilt es anzuknüpfen“, so Kristina Heimann. Auch ohne die Förderung durch das Land NRW erfährt „Hand ans Werk“ finanzielle Hilfe. Die Kommunen Winterberg, Medebach und Hallenberg haben jeweils in ihren Stadträten einer Unterstützung von insgesamt 30.000 Euro für das erste Jahr zugestimmt. „Diese Unterstützung hat Signalwirkung und zeigt, wie wichtig den Stadtverwaltungen und politischen Gremien eine gesicherte Zukunft der heimischen Handwerksbetriebe ist.“

Die Mitgliedschaft bei Hand ans Werk kostet den teilnehmenden Betrieb einen Beitrag von 300 Euro pro Jahr. „Diese Summe ist im Vergleich zu anderen Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung sicher eine überschaubare Alternative. Dafür bietet das Projekt ein einzigartiges, lokales Handwerker-Netzwerk in direktem Austausch mit Kommunen und Wirtschaftsförderungen. Das kann kein anderer Verband in dieser Form leisten.“ Der Draht zu potentiellen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, der Wirtschaftsförderung und den Behörden sei durch das Projekt kurz, der regelmäßige Austausch mit den Kollegen – auch aus anderen Gewerken – schaffe Möglichkeiten der Zusammenarbeit und einen real greifbaren Nutzen für den Mitgliedsbetrieb.

„Die Fortsetzung des Projekts zeigt, dass das Handwerk Zukunft hat und dass das Interesse an der Förderung der Handwerksbetriebe von vielen Seiten kommt. Ganz konkret treten wir wie bereits im vergangenen Jahr wieder an die Schulen heran, um Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit zum konkreten Einblick in den attraktiven, potentiellen Berufsalltag in den heimischen Handwerksbetrieben zu geben“, so Kristina Heimann. Ziehen alle an einem Strang, werden junge Leute in Arbeitsverhältnisse mit Entwicklungsmöglichkeiten und hervorragenden Zukunftsaussichten vermittelt und damit freuen sich die Kunden über abgearbeitete Aufträge.

Alle weiteren Infos zum Projekt gibt es im Internet unter www.handanswerk.de und bei Kristina Heimann per Mail handanswerk@winterberg.de.

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