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Radwanderführer für die GeoRadroute Ruhr-Eder ist erschienen

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Die Autoren Norbert Panek und Cathrin Schwedhelm sowie Tobias Schatte präsentierten den neuen Geo-Radwanderführer.

Altkreis Brilon. Die im Mai 2015 eröffnete GeoRadroute Ruhr-Eder verbindet auf 210 Kilometer Länge das Hochsauerland mit dem Waldecker Land und dem Ederbergland in Hessen. Radler erleben diese Route auf besondere Weise: Einerseits auf den bekannten Fluss-Radwegen entlang der Ruhr und der Eder, andererseits geht es einige Kilometer über ehemalige Bahntrassen, so zum Beispiel auf dem Ederseebahn-Radweg zwischen Korbach und Edersee sowie auf der Ruhr-Eder-Bahntrasse zwischen Allendorf (Eder) und Winterberg.

Dabei erleben Radler neben den attraktiven Städten und Dörfern auch die „schwingende“ Landschaft der Mittelgebirgsregion. Die Route nimmt naturinteressierte Radfahrer mit auf eine Reise durch das Kerngebiet des 3.700 Quadratkiometer großen nationalen GeoParks GrenzWelten mit seiner abwechslungsreichen Erdgeschichte. Bis 400 Millionen Jahre alte Gesteinsschichten säumen den Weg und zahlreiche interessante Fossilienfundstätten sowie Bergwerksorte locken mit ihren „Angeboten“. 

Autorin Cathrin Schwedhelm, Diplom-Geologin aus Korbach-Lelbach, und Co-Autor Norbert Panek, Leiter des Geopark-Projektbüros in Korbach, haben nunmehr in Zusammenarbeit mit Tobias Schatte einen 224-seitigen „Geo-Führer“ im handlichen Taschenformat präsentiert, der die erd- und kulturlandschaftlichen Sehenswürdigkeiten entlang der GeoRadroute Ruhr-Eder vorstellt und ausführlich beschreibt. Mit diesem „Führer“ erhält der Radtourist alle notwendigen Informationen zur Planung und Gestaltung seiner Radtour durch den Geopark. 

Kostenloses Infomaterial 

Aufgeteilt ist die Radroute in vier Etappen mit Streckenlängen zwischen 36 und 78 Kilometer. Insgesamt 79 ausgewählte Anlaufpunkte und Sehenswürdigkeiten sind in dem „Führer“ mit Infos und Tipps für eigene Erkundungstouren aufgelistet. Die Eingangskapitel geben eine Übersicht zu den erdgeschichtlichen und naturräumlichen Verhältnissen in der Region, erklären deren geologische Entstehungsgeschichte und stellen die wichtigsten Gesteine und Fossilien entlang der Strecke vor. 

Mit zahlreichen Karten, Grafiken und Fotos wird der Text illustriert. In etwas längeren Sonderkapiteln werden die überregional bedeutenden Fossilienfundstätten in Brilon-Nehden (Iguanodon-Saurier der Kreidezeit), in Korbach (säugetierähnliche Reptilien aus dem Oberperm) sowie in Frankenberg/ Eder (permzeitliche Pflanzenfossilien) näher beschrieben. 

Zudem werden Hinweise zu den im Nahbereich der GeoRadroute liegenden vier Besucherbergwerken gegeben, in denen die Welt der Bergmänner unter Tage entdeckt werden kann. Der Serviceteil des Geo-Radwanderführers verweist auf zahlreiche Kontaktadressen, die für die Reiseplanung wichtig sind, sowie auf Fahrrad-Verleih- und Akku-Ladestationen entlang der Strecke. Eine Tabelle gibt für alle 79 Anlaufpunkte die geographischen Koordinaten nach dem World Geodetic System an. Ebenso enthalten sind ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein Hinweis auf kostenlose Infomaterialien des Geoparks GrenzWelten.

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