„Die Zukunft basiert immer auf der Vergangenheit“

Bürgerwald, Ehrenmal, Hundewiese: Ratsmehrheit für vier von fünf Fraktions-Anträgen

Ratsmehrheit für vier von fünf Fraktions-Anträgen Winterberg
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Das Ehrenmal an der Kirche soll saniert werden. Die abschließende Entscheidung fällt im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2022 und nach Prüfung von Fördermöglichkeiten.

Vier der insgesamt fünf gestellten Anträge der Fraktionen fanden eine Mehrheit im Winterberger Rat.

Winterberg – Der CDU-Antrag einen neuen Bürgerwald für die Einwohner zu schaffen, fand einstimmiges Einvernehmen und wurde zur weiteren Beratung an den Forst- und Umweltausschuss verwiesen.

Ebenfalls volle Unterstützung des Rates erhielt die CDU-Fraktion beim Wunsch der Sanierung des Ehrenmals und der Entwicklung der Wegeabschnitte im Hohlen Seifen (am Ententeich) und des Prozessionsweges – oberer Herrlohweg.

„Die Zukunft basiert immer auf der Vergangenheit“

Beide Anträge werden im Rahmen der Haushaltsberatung 2022 entschieden. Das Ehrenmal, das an die Kriegswirren und die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege erinnert, soll den Angehörigen Trost spenden und einen Ort zum Trauern sein. „Die Zukunft basiert immer auf der Vergangenheit“, unterstützte auch Bürgermeister Michael Beckmann.

Hundewiese

Mehrheitlich, bei zwei Enthaltungen, geht auch der CDU-Antrag auf Errichtung einer Hundewiese am Hillebachsee in die nächste Haushaltsberatung ein. Die Vierbeiner sollen damit ein umzäuntes Gebiet zum freien Auslauf am See bekommen.

Beheizte Toiletten

Zur weiteren positiven Entwicklung des Areals am Hillebachsee stellte die SPD-Fraktion den Antrag, die als Leader-Projekt geplante Toilettenanlage in der Badebucht durch eine Beheizung zur ganzjährigen Nutzung aufzuwerten. Vor dem Hintergrund, dass die Seehütte inklusive der Toilettenanlage saniert und barrierefrei gestaltet werden soll und dann dort eine Winternutzung der Toiletten sinnvoller ist, lehnte der Rat bei zwölf Ja-Stimmen und einer Enthaltung den Antrag mehrheitlich ab.

Aus für Gender-Stern

Der Rat der Stadt sprach sich zudem mehrheitlich gegen die Verwendung von Asterisk (Gender-Stern), Unterstrich (Gender-Gap), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen in Verwaltungsvorlagen und -veröffentlichungen aus. Damit möchten die Ratsmitglieder der Rechtschreibung folgen und nicht jedem Trend nachlaufen. Bürgermeister Michael Beckmann betonte unter Zustimmung der Ratsmitglieder: „Eine respektvolle Anrede wie Bürgerinnen und Bürger oder Schülerinnen und Schüler ist jedoch wichtig und die lasse ich mir auch nicht nehmen“.

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