Der Countdown läuft

Rodel-WM in Winterberg: Das Fieber steigt bei Sportlern und in der Region

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Robin Geueke mit David Gamm mit den Bronzemedaillen der FIL Rodel Weltmeisterschaft 2017.

Winterberg. Die Vorfreude ist greif- und spürbar – am Dienstag sind es noch 100 Tage bis zu den 48. FIL-Rennodel-Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 27. Januar in der Veltins-EisArena ausgetragen werden.

Die WM ist nicht nur das erste Highlight nach den Olympischen Spielen von PyeongChang und damit von überragender sportlicher Bedeutung, sie bietet Winterberg und der Region auch die große Chance, sich der Weltöffentlichkeit zu präsentieren und zu zeigen, dass Sauerland WM kann. „Gemeinsam mit dem BRC Hallenberg stehen wir in den Startlöchern, um eine erfolgreiche WM für Sportler und Zuschauer zu ermöglichen. Die Vorbereitungen laufen hervorragend, sodass die WM theoretisch bereits morgen stattfinden könnte“, sagt Stephan Pieper, der Geschäftsführer der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW), die gemeinsam mit dem BRC das Top-Event ausrichtet, zu dem 120 Sportler aus mindestens 24 Nationen erwartet werden.

Local Heros freuen sich

 „Das WM-Fieber steigt – bei Sportlern und in der Region“, berichtet Sandra Schmitt, Pressesprecherin bei der ESZW. Sie war kürzlich bei der Mitgliederversammlung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) in Erfurt, präsentierte dort die WM und stellte fest: „Auch für Bundestrainer Norbert Loch ist die WM von überragender Bedeutung. Seine Athletinnen und Athleten fiebern der WM entgegen und freuen sich auf Winterberg.“ Das gilt insbesondere auch für die „Local Heroes“, Robin Geueke und David Gamm (BSC Winterberg) im Doppelsitzer und den Jugend-Olympiasieger von 2012, Christian Paffe (BRC Hallenberg) im Einsitzer. Für die drei stehen jetzt die Qualifikationen für den Weltcup an. „Wir geben alles, um bei der WM auf unserer Heimbahn dabei zu sein“, betont Geueke. 

Anfang Oktober absolvierten die drei in Lillehammer (Norwegen) die ersten Fahrten auf dem Eis. Geueke und Gamm haben gute Erinnerungen an die letzte WM: Am 28. Januar 2017 gewannen sie in Igls die Bronzemedaille. Rund 100 Tage vor der WM nimmt das Großereignis auch im Winterberger Stadtbild Konturen an. Die Stadt verwandelt sich nach und nach in einen WM-Standort, immer mehr Banner sind zu sehen. Auch die WM-Promotion-Tour in der Region und darüber hinaus läuft auf Hochtouren. Dabei immer im Blickpunkt: Kufi, der knuffige Pinguin, das WM-Maskottchen und ein Werbebotschafter der besonderen Art. Weitere PR-Aktionen sind geplant. Der Kartenverkauf läuft gut, bereits seit April sind die Tickets im Vorverkauf bei Eventim erhältlich. 

Auch die City ist mit eingebunden

15.000 Besucher werden an den drei Renntagen in der Bahn erwartet. Im Zielbereich werden unter anderem Stehtribünen für 1000 Zuschauer errichtet: Somit ist Stadion- Atmosphäre entlang der Bahn garantiert. Die Besucher dürfen sich auf hochkarätige, sportliche Wettkämpfe und ein attraktives Rahmenprogramm freuen. Sportlich bieten die Weltmeisterschaften ein spannendes Programm: Am Freitag fallen die Sprint- Entscheidungen der Damen, Herren und Doppelsitzer. Am Samstag folgen die Wettbewerbe der Herren Doppelsitzer und der Damen-Einsitzer. Am Sonntag sind die Einsitzer der Herren im Einsatz, den Schlusspunkt setzen die Team-Staffeln. Das Rahmenprogramm sieht für Freitag einen Kinder- und Schultag vor. Die Kids dürfen sich beispielsweise auf Kinderstars wie Pelemele sowie auf eine Schnitzeljagd freuen. Am Samstag steht eine große Party an. DJ Tony Kaufmann heizt ein, die bekannte Radioband „Deluxe“ spielt auf und weitere musikalische Acts sind geplant. Der Sonntag steht im Zeichen der Familie. An allen Tagen sind zahlreiche Stände und eine vielfältige Food-Meile geöffnet. 

Auch die Winterberger City wird eingebunden. Die Eröffnungsfeier steigt am Donnerstagabend mitten in der Stadt. Dort finden auch die Siegerehrungen am Freitag- und Samstagabend statt. Für diese bedeutenden Programmpunkte wird das beliebte Winterberger Winterdorf wiedereröffnet. Nach 1989 und 1991 ist es bereits die dritte Rennrodel-WM in Winterberg. 1991, als Winterberg für das in politische Turbulenzen geratene Sigulda (Lettland) kurzfristig eingesprungen war, hatten die Organisatoren nur zehn Tage Vorbereitungszeit und stellten eine perfekte WM auf die Beine, die sportlich durch Yves Mankel und Thomas Rudolph gekrönt wurde: Der Doppelsitzer des BSC Winterberg gewann die Silbermedaille.

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