Dienstag Protestaktion geplant

Scoping-Termin zu geplantem Windpark Hallenberg-Hesborn im Kreishaus

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Seit der vorletzten Woche schon waren die Standorte der möglichen Windenergieanlagen gekennzeichnet worden.

Hesborn/Liesen/Züschen. Die Ereignisse haben sich in Sachen Windpark Hallenberg-Hesborn in dieser Woche überschlagen. Am Montag haben an den möglichen Standorten für die von der Firma Juwi aus Baden-Würtemberg geplanten Windkrafträder auf der Hohen Wacht und am Steinschab Bodenerkundungsarbeiten stattgefunden. Von der Firma Juwi beauftragte Unternehmen haben an verschiedenen Stellen Baggerarbeiten vorgenommen.

Die Anfahrt der Baufahrzeuge hatten Anwohner aus Liesen beobachtet. Auf der Hohen Wacht sollen die Baggerführer schnell auf Felsen, am Steinschab auf Schiefer gestoßen sein und daher wurden die Arbeiten vorzeitig abgebrochen. Eine von der Bürgerinitiative „Verein für Umwelt- und Naturschutz Nuhnetal“ für Dienstagmittag geplante Protestaktion mit Plakaten und Transparenten musste aus diesem Grund abgesagt werden. Auf Rückfrage beim Regionalforstbeamten Jürgen Reinecke konnte bestätigt werden, dass die Baufirma sowie die Geologen keine Durchfahrtsgenehmigung durch das Waldgebiet hatten und somit eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. 

Am kommenden Dienstag kommen Vertreter der beteiligten Behörden und Gemeinden zu einem so genannten Scoping-Termin mit der Firma Juwi im Kreishaus in Meschede zusammen. Das ist ein üblicher Termin vor solch einem Vorhaben, bei dem die betroffenen Behörden Stellungnahmen zum anstehenden Genehmigungsverfahren abgeben. „Wir laden unsere Vereinsmitglieder und Interessierte zu einer Protestaktion vor dem Kreishaus ein. Wer möchte, kann ab Liesen und Züschen mit dem Bus nach Meschede fahren“, so Achim Lücke. Unterstützt werden sie dabei von befreundeten Bürgerinitiativen aus Altenfeld, Bödefeld und Elpe. 

Hallenberg erteilt kein Einvernehmen 

Teilnehmen wird an dem Scoping-Termin unter anderem auch Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge. Er bestätigte, dass die Stadt Hallenberg weiterhin kein Einvernehmen zur möglichen Genehmigung eines Antrags erteilen wird. Das schließe auch schon die Zuwegung zu den potenziellen Baustellen auf Wacht, Schling und Steinschab ein. Abfahrt des Busses ist um 8.15 Uhr in Liesen und um 8.30 Uhr in Züschen. Die Protestaktion läuft dann ab 9.30 Uhr für etwa anderthalb bis zwei Stunden. Interessierte können sich beim Vorstand der Bürgerinitiative melden. Die Mitglieder wurden vorab gesondert angeschrieben. 

Seit dieser Woche hat die Firma Juwi einen eigenen Internetauftritt zum geplanten Windpark Hallenberg/Hesborn. Hier werden alle Pläne und Informationen dargestellt. Als Zeitraum für die Inbetriebnahme ist das Jahr 2023 angegeben. Weitere Infos gibt es unter www.windrad-nuhnetal.de auf Facebook sowie unter http://windpark.juwi.de/hesborn/

Die Bürgerinitiative „Verein für Umwelt- und Naturschutz im Nuhnetal“ bietet Grundstücksbesitzern in den betroffenen Gebieten Hilfe an: „Wer rechtlichen Beistand braucht oder weitere Informationen benötigt, kann sich gerne vertrauensvoll an unsere Bürgerinitiative wenden“, so Achim Lücke.

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