„Für optimale Vorbereitung“

Das Sportinternat Winterberg hat eine neue Heimat gefunden

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Die jungen Sportler mit Jochen Behle und René Spies.

Winterberg. Nach einer intensiven Vorbereitung von rund einem Jahr haben die beiden Wintersportverbände Westdeutscher Skiverband und Nordrhein-Westfälischer Bob-und Schlittenverband im Juli 2017 wie berichtet die gemeinsame „Spitzensport Service gGmbH Winterberg/Sauerland“ gegründet. Gründungsväter sind jeweils drei Mitglieder der geschäftsführenden Vorstände der Landesverbände sowie die berufenen Geschäftsführer. Und es gibt weitere Neuigkeiten: Die neue Heimat des Sportinternats ist jetzt das Hapimag-Resort in Winterberg.

Sieben junge Athleten, davon fünf Bob-und Schlittensportler sowie zwei Skilangläufer, profitieren in Zukunft von der Infrastruktur des Resorts. Die Sportler haben ihr eigenes Zimmer, in dem sie parallel zu ihren sportlichen Einheiten ihre schulischen Aufgaben erledigen können. „Dies ist für euch, ihr seid die wichtigsten Personen“, erklärte Winfried Stork, Vorsitzender der Gesellschaftsversammlung. „Diese Kooperation ist der vorläufige Höhepunkt der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen Hapimag und den hiesigen Sportinstitutionen“, ergänzte Dirk Bäringhausen, Hapimag-Geschäftsführer Deutschand. „Gesundheit und Sport sind zentrale Pfeiler unseres Ferienkonzepts und da ich selbst Sportler und Sportfan bin, habe ich mir vor einigen Jahren die Frage gestellt, ob wir nicht auch angehende Spitzensportler fördern können.“ 

„Als der Landessportbund NRW entschied, nicht mehr als Träger des Sportinternats bereit zu stehen, war es daher auf der Suche nach einer neuen Heimat für die Sportler nur folgerichtig, sich auch an die Leitung des Resorts zu wenden“, so Thomas Grellmann, der als Leiter des DSV-Bundesstützpunktes Nachwuchs schon für das Skiinternat in Willingen verantwortlich zeichnet. Das Mutter-Kind-Kurheim St. Georg mussten Athleten und Betreuer im Juli wegen Eigenbedarfs räumen. 

„Hervorragende Bedingungen“ 

Um das Internat weiterführen zu können, wurde dann die „Spitzensport Service gGmbH Winterberg/Sauerland gegründet. Die Geschäfte führt Thomas Grellmann gemeinsam mit Sven Kästner, Leiter des Bundesstützpunkts für den Kufensport in Winterberg. „Gemeinsam mit dem Resort haben wir hervorragende Bedingungen für unsere Nachwuchssportler geschaffen“, so die beiden. Durch die Kooperation erhoffen sich Grellmann und Kästner erhebliche Vorteile: Die täglichen Abläufe, auch kürzere Wege zu den Sportstätten, und die Ernährung, sollen künftig noch besser auf den Hochleistungssport zugeschnitten sein. 

Ein Blick in einer Zimmer.

Ein kurzer Draht zwischen Internatsleitung, Pädagogen und dem Hapimag Resort Manager Robert Baltus trage ebenfalls zur Optimierung des Betriebs bei. Bürgermeister Werner Eickler richtete ebenfalls Worte an die Athleten: „Ihr seid die besten Werbeträger für die Stadt und wir alle hoffen, erfolgreiche Sportler aus unserem Hochsauerland präsentieren zu können.“ Jochen Behle, erfolgreicher Ski-Langläufer, und René Spies, Bundestrainer Bob, waren ebenfalls begeistert: „Nun kann optimale Vorbereitung stattfinden.“

Seit 1995 gibt es in Winterberg ein Internat für die Leistungssportler, die nicht direkt in der Kernstadt Winterberg oder dem nahen Umfeld wohnen. Viele Gesichter hat das Internat in diesen Jahren gesehen. Die aktuell bekanntesten sind Skeleton-Fahrerin Jaqueline Lölling, Rennrodler Robin Geueke und Skeleton-Fahrer Alexander Gassner. Auch Biathlet Christoph Knie, Juniorenweltmeister von 2004, besuchte das Internat.

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