Ideen zur Entwicklung einer Vision für einen lebendigen Ortskern gefragt

Startschuss für Ideensammlung in Siedlinghausen

Der Startschuss für die Ideensammlung für das Zukunftszentrum Siedlinghausen ist gefallen.
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Der Startschuss für die Ideensammlung für das Zukunftszentrum Siedlinghausen ist gefallen.

Wann passiert eigentlich etwas mit dem ehemaligen Schulgebäude in Siedlinghausen? Diese Frage stellen sich die Siedlinghäuser nicht erst seitdem der letzte Schüler die Schule verlassen hat. Ab sofort kann sich jede Bürgerin, jeder Bürger, vom Kind bis zur Senior/in, einbringen und durch eigene Erfahrungen und Ideen zur Entwicklung einer Vision für einen lebendigen Ortskern beitragen.

Siedlinghausen - Schon lange schlummern viele gute Ideen für ein Nachfolgekonzept in den Schubladen der Siedlinghäuser. In Teilen wurden diese in verschiedenen Runden, in Vereinen oder an Stammtischen auch schon diskutiert. Jetzt kommt endlich die Zeit, in der diese Ideen auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Nachdem der Beteiligungsprozess aufgrund der Pandemie schon zwei Mal verschoben werden musste, fällt nun endlich der Startschuss für die Ideensammlung.Gerne können sich auch Menschen, die nicht in Siedlinghausen wohnen, an dem Prozess beteiligen. Voraussetzung ist jedoch, dass man einen Bezug nach Siedlinghausen hat. „Nutzen Sie die Chance und machen Sie mit“, so Bürgermeister Michael Beckmann.

Der Fokus des Prozesses liegt auf dem Schulgebäude. Grundsätzlich richtet sich der Blick aber auch auf die umliegenden Flächen. So wird auch das Haus des Gastes und dessen Nutzungen gedanklich mit einbezogen, ebenso mit der ehemaligen Gärtnerei Jürgens auch das Gelände direkt angrenzend an die ehemalige Schule. Denn diese Gesamtfläche hat ein großes Potenzial für eine attraktive Ortsentwicklung. Mit den vielen Sporteinrichtungen und der Grundschule ist es ein Ort in Siedlinghausen, der bereits jetzt einen hohen Freizeitwert hat und gut frequentiert wird.

Bei der ab sofort starteten Ideensammlung wurde Neues mit Altbewährten gemischt. So stehen an sieben Stellen in Siedlinghausen Ideenboxen mit Ideenzetteln, in denen die Ideen auf einen Zettel eingeworfen werden können. Zeitgleich ermöglicht die digitale Ideenwand unter www.zukunftszentrum-siedlinghausen.de sich auch von zu Hause aus in den Beteiligungsprozess einzubringen. Man kann dort eigene Ideen posten, mitdiskutieren, kurze Videos zum Projekt ansehen und einfach mitverfolgen, was bereits passiert ist.

Im Zentrum des Beteiligungsprozess steht die dreitägige Ideenwerkstatt vom 26. bis 28. Mai 2021 in der ehemaligen Schule in Siedlinghausen. „Beteiligungsprozesse haben sich angesichts der Abstandsregeln verändert. Der Prozess in Siedlinghausen wird sowohl digitale Aspekte, aber auch eine dreitägige Ideenwerkstatt vor Ort umfassen und möglichst viele Siedlinghäuser/innen einbinden. Der Zeitplan ist aber noch vorbehaltlich der dann geltenden Coronaregeln. Einzelheiten zum genauen Ablauf sind dann auf der Homepage unter www.zukunftszentrum-siedlinghausen.de zu lesen und wir werden auch nochmal über die Presse informieren“, so Christine Schulte, die bei der Stadt Winterberg federführend an dem Projekt arbeitet. Das Team von nonconform richtet für diese drei Tage eigens ein Büro in der Sekundarschule in Siedlinghausen ein und arbeitet unmittelbar und live vor Ort.

Alle Bürger können sich einbringen

Alle Bürger von jung bis alt haben dann die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Da wegen der Corona-Pandemie die Plätze begrenzt sein werden, soll es außerdem die Möglichkeit geben, die Veranstaltungen in einem Livestream zu verfolgen. Auch von Zuhause können die Bürger sich einbringen und live ihre Kommentare mitteilen und Fragen stellen. Am dritten Abend findet eine Ergebnispräsentation statt. Das Projektteam stellt dann die erarbeiteten Leitlinien vor und zeigt, in welche Richtung sich die Fläche entwickeln soll. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser kompakten Veranstaltung gemacht. Die Bürger/innen können sich einbringen und sehen direkt, was dabei herauskommt. Bei längeren Verfahren müssen sich die Bürger/innen immer wieder informieren und engagieren. Da geht manchmal der rote Faden und auch die Lust verloren“, so Prof. Dr.-Ing. Florian Klute von nonconform.

„Ich weiß, dass sich viele Siedlinghäuserinnen und Siedlinghäuser an dem Prozess beteiligen wollen und so die Entwicklung des Nachnutzungskonzeptes aktiv mitgestalten werden. Schließlich sind sie die Experten für ihren eigenen Ort und wissen am besten, was zu ihnen passt“, so Beckmann, der sich darauf freut, mit den Siedlinghäusern an der Zukunft der ehemaligen Schule zu arbeiten.

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