„Kein Platz für Gewalt“

Staffeltag des Fußballkreises HSK beschäftigt sich mit Sicherheit

Verantwortliche des VfB Marsberg, FC Fatih Türkgücü Meschede II, SC Lennetal, VfL Giershagen II, SuS Grün-Weiß Elpe und SC Bredelar (von links) nahmen die Ehrungen für die Meisterschaft in vergangenen Saison entgegen. Fotos: Ulrich Brings

Elkeringhausen/Hochsauerland. Neben der verdienten Ehrung der Meister stand beim diesjährigen Staffeltag der Fußball-Senioren des Fußballkreises Hochsauerlandkreis in der Schützenhalle in Elkeringhausen das Thema „Sicherheit auf den heimischen Fußballplätzen“ im Mittelpunkt.

Nach der Begrüßung durch Franz Loer, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses, und Michael Schütte, Kreisvorsitzender des Fußballkreises 7 im FLVW, referierte Bernd Scholz, Polizeidirektor aus Meschede zum Thema „Fair Play im Fußball – Auf und neben dem Platz“.

„Wir sind eine der sichersten Regionen in NRW, trotzdem ist präventive Arbeit angebracht. Wir müssen in Dialog treten mit den verschiedensten Gremien“, erläuterte Scholz. Was man nicht kenne – auch nicht in der Bundesliga – sei, dass sich rivalisierende Gruppen auf dem Spielfeld aggressiv begegnen. „Verhindern können wir dies mit mehr Präsenz durch die Polizei. Besonders bei den sogenannten Risikospielen sollten im Vorfeld Meldungen eingehen“, so der Polizeidirektor. Auch der Veranstalter, der Hausrecht hat, müsse für Aufsicht sorgen; da sei es angebracht, dass die Ordner ihre Westen tragen.

„Wenn wir benötigt werden, sind wir da“

Doch auch die Aktiven nahm Scholz mit ins Boot: „Auch die Trainer sind in die Pflicht zu nehmen, um ihre Spieler entsprechend auf das Spiel vorzubereiten. Wir sind im HSK 360 Polizisten, da können wir nicht überall sein. Wichtig ist zu kooperieren. Wenn wir benötigt werden, sind wir da.“

Nach diesem spannenden Einblick folgten die Ehrungen für die Meister und Gruppensieger sowie die diesjährigen Aufsteiger aus den A-, B- und C-Kreisligen. Urkunden, Pokale, Teller und Fußbälle wurden überreicht. Anschließend stellte Johannes Rütten als Vorsitzender den Tätigkeitsbericht der Kreisspruchkammer (KSK) vor. Es gab insgesamt 27 Spruchkammersitzungen. In Zukunft ist es das Sportgericht. Die KSK wünscht sich: „Kein Platz für Gewalt. Wir Fußballer stehen für Toleranz und sportliches Fairplay, Diskriminierung und Ausgrenzung werden nicht geduldet. Wer Rassismus schürt, dem wird die rote Karte gezeigt. Gehen wir mit gutem Beispiel voran, dann bleibt uns auch der schöne Sport ,Fußball’ noch lange erhalten.“

Auch die kommende Saison 2017/2018 mit 99 Mannschaften hat einige Neuerungen zu bieten: Unter anderem kann beim Pokalspiel in der Verlängerung ein vierter Spieler eingewechselt werden. Beim Aufstieg in die Bezirksliga gibt es jetzt 1,5 Aufsteiger. Das heißt, der Verlierer der Relegationsspiele hat noch eine weitere Chance auf den Aufstieg – in einem Spiel auf neutralem Platz, möglicherweise gegen den Zweitplatzierten der A-Liga Siegen-Wittgenstein.

Nach der Saisonvorschau durch die einzelnen Staffelleiter mit Terminen, Verschiebungen und Nachholspielen sowie dem Aufruf des Kreisehrenamtsbeauftragten Heribert Koßmann, verdiente Sportler für den Ehrenamtspreis zu melden, klang der diesjährige Staffeltag im Fußballkreis HSK gemütlich aus.

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