Investor möchte Klinik zu Vorzeigekrankenhaus ausbauen

„Übernahme des St. Franziskus-Hospitals Winterberg ist ein Leuchtturmprojekt“

Investor Elmar H. Willebrand (r.) und Geschäftsführer Andreas Pulver blicken positiv in die Zukunft.
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Investor Elmar H. Willebrand (r.) und Geschäftsführer Andreas Pulver blicken positiv in die Zukunft.

„Die Übernahme des St. Franziskus-Hospitals Winterberg ist ein Leuchtturmprojekt mit einem zukünftigen Alleinstellungsmerkmal. Im Umkreis von 50 Kilometern soll es demnächst heißen: Da werde ich mit Spezialproblemen bestens behandelt“, so der neue Investor der Winterberger Klinik, Rechtsanwalt Elmar H. Willebrand.

Winterberg – Der Geschäftsführer der AccuMeda Management GmbH mit Sitz in Friedrichsdorf (Hessen), die in Kürze als neuer Eigentümer das St. Franziskus-Hospital übernehmen wird, legt großen Wert darauf, die Grund- und Regelversorgung weiter auszubauen als auch in die bauliche Ausstattung der Klinik sowie in die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter zu investieren. Das langfristige Ziel soll sein, die Ausbildung der Pflegefachkräfte im eigenen Haus durchzuführen. Der Experte in wirtschaftlichen Fragen zum Gesundheitswesen sagte weiter, dass gezielt in bestimmten Einheiten renoviert wird und in absehbarer Zeit alles deutlich bemerkbar als auch sichtbar sei.

Wir möchten Mitarbeiter von anderen Standorten für Schulungen bei uns in der Klinik ausleihen. Wir setzen auf Zukunftsinvestitionen und top geschultes Personal.

Elmar H. Willebrand, Investor der Winterberger Klinik

„Mit unseren guten Ideen werden wir schnell etwas verbessern. Wir setzen auf Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter und auf das Prinzip ‘Learning from the Best’“, so Willebrand, der bereits in seiner Laufbahn 100 Kliniken saniert hat. Es gebe nicht die Blaupause erläuterte der Investor weiter, alle Probleme seien spezifisch und resultierten aus zwei Bereichen: Erstens der Investition (bauliche Ausstattung) und zweitens den Mitarbeitern als wichtigstem Kapital. Darum sei es ihm besonders wichtig, so viel Geld zu verdienen, damit alle Investitionen getätigt werden können.

„Das Krankenhaus ist zwar in die Jahre gekommen, aber gut erhalten. Die Klinik verfügt über eine gute apparative Ausstattung sowie gut ausgebildetes und motiviertes Personal“, ergänzte Rechtsanwalt Elmar H. Willebrand, der Rechtswissenschaften in Münster, Speyer und Houston (Texas) studierte.

Neben einer guten Klinikausstattung strebt die AccuMeda Management GmbH Kooperationen mit anderen Krankenhäusern aus dem eigenen Verbund als auch fremdgeführten Kliniken an. Ein sinnvoller Support sei beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Kreiskrankenhaus in Frankenberg, das über eine Geburtsstation verfügt. Ziel sei es nach erfolgreicher Kooperation die Hebammen aus Frankenberg im St. Franziskus-Hospital in Winterberg fachlich mit einzubinden.

„Wir möchten Mitarbeiter von anderen Standorten für Schulungen bei uns in der Klinik ausleihen. Wir setzen auf Zukunftsinvestitionen und top geschultes Personal“, so Willebrand. Wichtig sei ihm eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem gesamten Krankenhausteam, das sich in der schwierigen Zeit bedingt durch das Insolvenzverfahren als auch durch die Pandemie mehr als bewährt habe. „Wir möchten die Menschen hier in der Klinik mitnehmen und einbinden in zukünftige Veränderungen. Alle sollen Spaß an der Arbeit und das Gefühl haben, warum sie hier arbeiten und die Zukunftsplanungen mitgestalten“, gab der Hessener Anwalt zum Besten.

Den Mitarbeitern, die eins zu eins übernommen werden, sollen zudem langfristig neue Perspektiven und Chancen geboten werden. Ganz nach dem Motto: „Wer mehr leisten will, bekommt auch mehr Möglichkeiten.“

Die Stärkung des Wir-Gefühls, die Förderung der Eigenverantwortung als auch die Freude an der Arbeit seien wichtige Punkte, die ganz oben auf der Agenda stehen.

Das Krankenhaus, das unverzichtbar für die Menschen in Winterberg, für die Wirtschaft, für den Tourismus und somit und für die gesamte Region sei, biete laut Willebrand seinen Patienten demnächst nicht nur die üblichen drei Gerichte zur Auswahl an. Eine weitere Intention sei es, ein ausgewogenes Gericht einzuführen wie beispielsweise mit nachhaltigen Produkten aus der heimischen Region. Die Einführung von Wasserspendern auf den Stationen, die energetische Sanierung als auch die „Aufhübschung“ des Krankenhauses seien weitere Pläne, die nach der Übernahme umgesetzt werden.

Ziel sei es, das Haus der Grundversorgung mit seinen Standbeinen (Geriatrie, Endoprothetik, Kurzzeitpflege und Notaufnahme) auf den bestmöglichen Stand zu bringen und als Vorzeigekrankenhaus auszubauen.

„Ich freue mich sehr über dieses Ostergeschenk; über den Spirit den Geschäftsführer Andreas Pulver hier verbreitet hat. Wir werden uns bestmöglich engagieren und freuen uns, wenn unsere Mitarbeiter das auch tun“, lautete das abschließende Fazit von Rechtsanwalt Elmar H. Willebrand.

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