"Wir sind auf einem guten Weg"

Verbundschule und Feuerwehrhaus Themen im Winterberger Ausschuss

Das Feuerwehrhaus in Winterberg soll modernisiert werden.

Winterberg. Mit den beiden Themen „Modernisierung und Umbau des Feuerwehrhauses Winterberg“ und „Qualitätsanalyse Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen“ befasste sich der Winterberger Haupt- und Finanzausschuss in dieser Woche.

Die Wehrleitung und die Stadtverwaltung zogen ein positives Fazit für das von Architekt Thomas Pape vorgestellte Konzept. In der Aufgabenstellung war unter anderem der Erhalt der in Eigenleistung errichteten Funkzentrale, die Errichtung von neuen Sanitär- und Umkleideräumen, die Modernisierung der Schulungsräume sowie die Einhaltung des Budgets von 730.000 Euro enthalten. Die Planung befindet sich mit einer guten Reserve im Kostenrahmen und sieht einen kleinen Anbau an der Funkzentrale, neue Spinde im Erdgeschoss, neue Lehrmittel- und Schulungsräume im Obergeschoss sowie die Verlegung der Büros in die freigewordene ehemalige Wohnung im Dachgeschoss vor. Auf Nachfrage von Jörg Burmann (SPD) ergänzte Pape: „Die Gebäudestruktur der Fahrzeughalle lässt es zu, dass die Torhöhen zukünftig größer werdenden Fahrzeugmaßen angepasst werden können.“ 

Dass die Umsetzung im Bestand ohne kompletten Abriss möglich ist, bewertete Martin Schnorbus (CDU) als positiv. Der Bauantrag ist gestellt, die ersten Arbeiten sollen im Mai beginnen und die Fertigstellung ist für das kommenden Jahr anvisiert. Bürgermeister Werner Eickler schloss das Thema mit dem Hinweis: „Am Sonntag wird das neue Feuerwehrhaus in Silbach feierlich seiner Bestimmung übergeben.“ 

Qualitäten und Entwicklungsmöglichkeiten

Über die von der Bezirksregierung erstellte 62-seitige Qualitätsanalyse der Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen gab Schulleiter Georg Kroll dem Ausschuss eine kompakte Zusammenfassung. Die Ende des vergangenen Jahres erstellte Analyse ist als zukunftsorientierte Handlungsempfehlung zu verstehen und zeigt die großen Qualitäten der Schule, aber auch einige Mängel und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Stärken liegen in der Transparenz in Bezug auf die Unterrichtsthemen und Aufgabenstellungen, des positiven Unterrichtsklimas, der eingesetzten Medien und Arbeitsmittel, der Förderung lernschwacher Schüler, der hohen Qualität im Berufsorientierungskonzept, der Kooperation mit zahlreichen betrieblichen und gesellschaftlichen Partnern, der regelmäßigen Nutzung außerschulischer Lernorte und weiteren Punkten.  

In der Vergangenheit wurde zwar bereits viel Entwicklungsarbeit geleistet und eine gute Grundlage geschaffen, jedoch kommt auch noch viel Arbeit auf die Schule zu. Nachsitzen muss die Verbundschule bei der Entwicklung von einheitlichen Unterrichtsmethoden, Lehrplänen und Bewertungen sowie bei der Verbesserung der Organisationsstrukturen und des Controlling. „Einige Mängel sind nicht neu, sondern tauchten bereits in alten Qualitätsanalysen auf. 

Kritik an Zeitpunkt

Der Anspruch hat sich verändert und die beiden Schulstandorte machen es auch nicht einfacher“, führte Kroll aus. Der Frage von Johannes Hellwig (CDU) nach der Schulnote für die Schule wich der Schulleiter aus. Hans Walter Schneider (SPD) empfand diese Bewertung ebenfalls als nicht zielführend, dafür das Ansprechen von Fehlern: „Damit sind wir auf einem guten Weg.“ Bürgermeister Werner Eickler sah den Zeitpunkt der gesamten Qualitätsanalyse als unpassend: „Die zukünftige Sekundarschule hat nichts mit der jetzigen Verbundschule zu tun.“ 

Deutliche Kritik übte Eickler an den „einseitigen und missverständlichen Veröffentlichungen“ in Sozialen Medien: „Die Analyse hat mehr die Unterrichtsqualität zu beleuchten und nicht die Raumstruktur, diese nimmt nur einen kleinen Teil ein. Alle Diskussionen im Internet sind nur Spekulationen.“ Hellwig monierte die Veröffentlichung der Qualitätsanalyse vor der Schulkonferenz. Diese hatten im Vorfeld zwei Bürger unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz massiv von der Bezirksregierung eingefordert und erhalten.

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