Programm des Schützenfestes ebenfalls Thema

Versammlung der Schützen: Schließung des Winterberger Schießstandes droht

Rund 70 Schützen kamen zur Versammlung zusammen.

Winterberg. Zur Frühjahrsgeneralversammlung der Schützengesellschaft 1825 Winterberg begrüßte der 2. Vorsitzende Bastian Östreich im „Schützentreff“ über 70 Gäste. Es standen wichtige Themen auf der Tagesordnung – unter anderem die Zukunft des Winterberger Schießstandes.

Bastian Östreich blickte zudem auf viele erfolgreiche Veranstaltungen wie das Hubertusschießen, den Volkstrauertag, die Stadtschützen- und Kreisschützenversammlung und das Skatturnier mit über 25 Teilnehmern zurück. Ragipan Baskaran berichtete für die Jungschützen über die Veranstaltungen im Jugendbereich. Sie feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Hierzu soll unter anderem zum Schützenfest eine Diashow der vergangenen Jahrzehnte erstellt werden. Als Paten des 7-Täler-Weges wollen die Jungschützen anlässlich dieses Jubiläums eine Schützeneiche pflanzen. 

Als neuer Kassenprüfer wurde Ehrenvorstandsmitglied Christopher Puchinger gewählt. Er berichtet für die Schießsportgruppe, der 108 Mitglieder angehören. Die rege Aktivität und Beliebtheit schlägt sich nicht zuletzt in den ehrenamtlichen Übungs- und Gästeschießen sowie die Teilnahme an Meisterschaften nieder. So wurde der Schießstand im vergangenen Jahr alleine für Trainingszwecke an 222 Tagen genutzt. Bevor die Schießsportgruppe mit neuer Leitung das Vogelschießen unterstützt, sind alle Schützenbrüder für den 21. Mai zur Vereinsmeisterschaft und dem Kompaniepokalschießen eingeladen. 

"Der Baum brennt lichterloh"

In diesem Zusammenhang musste der 2. Vorsitzende mitteilen, dass es bezüglich der in Folge der Abnahme des Schießstandes erforderlichen Arbeiten keine guten Nachrichten gibt – vielmehr „brenne der Baum hier lichterloh“. Entgegen der Planungen von Vorstand und Schießsportgruppe könne man kein fertiges Gesamtkonzept, sondern nur einen Zwischenstand vorstellen. Die Kosten beim Thema Lüftung seien zu hoch und könnten nicht finanziert werden. Ein Hilferuf an die Stadt sei erfolgt, Bürgermeister Werner Eickler sei über die Situation informiert. Dieser habe bereits einen ersten Kontakt zur Kreispolizeibehörde des HSK hergestellt. Man werde versuchen, im Rahmen eines Ortstermins mit der Kreispolizeibehörde und dem Gutachter, der die Abnahme ausführe, die Kosten zu senken. Man habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zu einem späteren Zeitpunkt eine Sondergeneralversammlung einzuberufen und dort ein Gesamtkonzept vorstellen zu können, über das die Mitglieder beraten und entscheiden könnten. 

Zur Wahrheit gehöre aber, so Östreich, dass die Schützengesellschaft am 1. Juli mit der Schließung des Schießstandes rechnen müsse, sofern die Arbeiten nicht finanziert und ausgeführt werden könnten. Im schlimmsten Fall finde also die Generalversammlung im Herbst statt und man müsse dann berichten, dass der Stand geschlossen sei. „Wir werden jedoch salle Register ziehen, die möglich sind“, so Östreich. 

Programm des Schützenfests

Guido Meyer stellte folgend das Programm des Schützenfestes vor. Beginnen wird das Fest am Freitag, 16. Juni, um 18 Uhr mit einem Ständchen am Krankenhaus. Diesem schließt sich um 19 Uhr die Ständchenparade an der Schützeneiche in der unteren Pforte an. Auch das Königspaar und die Jubilare werden hier mit einer Ständchenparade geehrt. Die Ehrungen der Jubilare finden um 20 Uhr im Festzelt auf dem Kurparkgelände statt. Nach den Ehrungen folgt um 21 Uhr der Tanz der ehemaligen Könige. Am Samstag sammeln sich die Schützen um 13.15 Uhr beim Vereinslokal der Königskompanie „Lache Kurparkstuben“. Mit musikalischer Unterstützung wird das Königspaar abgeholt und zur Vogelstange begleitet. Die Jungschützen ermitteln um 14.30 Uhr den Nachfolger von Jungschützenkönig Justin Huptas. Im Anschluss findet mit dem Königsschießen der Höhepunkt statt, der gegen 18 Uhr mit der Proklamation beider Könige im Festzelt gipfelt. 

Der Sonntag beginnt mit dem Hochamt in der Katholischen Pfarrkirche um 9 Uhr. Von hier aus marschieren die Schützen zum Festzelt, in das die Schützengesellschaft alle Bürger und Gäste bei freiem Eintritt ab 10.30 zum Frühschoppenkonzert einlädt. Zum „Großen Festzug“ treten die Kompanien um 13.30 Uhr bei ihren Kompanielokalen zum „Sternmarsch“ in die Untere Pforte an. Die ehemaligen Könige werden am Hotel Leisse abgeholt. Am Ehrenmal kommt es zum Kameradengedenken. Der Festzug endet mit dem Parademarsch vor dem Oversum. 

Der Kindertanz findet um 16 Uhr im Schützenzelt statt. Anschließend werden gegen 16.30 Uhr die Ehrengäste begrüßt, ehe um 18.30 Uhr der Königstanz stattfindet und um etwa 20 Uhr der Tanz der ehemaligen Könige. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt die kommenden zwei Jahre Familie Schnurbusch. Ferner wurde eine Einsparung der Ehrenschüsse festgelegt. Details können Schützenbruder bei ihrem Hauptmann erfragen. 

Weitere Termine

Bastian Östreich stellte die weiteren Aktivitäten vor. Auf das Schützenfest stimmen sich die Schützenbrüder mit einer Fahrt zum 600-jährigen Jubiläum der Schützenbruderschaft St. Hubertus Brilon am 14. Mai ein. Am 21. Mai finden Vereinsmeisterschaften und das Kompaniepokalschießen statt. Die Kompanieabende sind am 2. und 3. Juni. Die Jungschützen schließen sich der 2. Kompanie an. Die Jakobusprozession ist am 30. Juli. Die ehemaligen Könige und Offiziere treffen sich am 26. August. 

Beim Kreisschützenfest vom 8. bis 10. September in Medebach werden die Schützen vertreten sein. Der Seniorennachmittag im Schützentreff ist für den 30. September geplant, ehe sich am 15. Oktober die Versammlung zur Herbstversammlung einfindet.

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