Rückblick und neue Pläne

Viele Themen bei Gesellschafterversammlung der WTW

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Die Gesellschafter der WTW trafen sich jüngst zur Versammlung.

Winterberg/Hallenberg. Nicht zum Spielen und Toben, sondern zum Schnuppern waren die Teilnehmer der Gesellschafterversammlung der Winterberg Touristik- und Wirtschaft GmbH unlängst bei Monkey Island in Winterberg zu Gast. Das kürzlich eröffnete Kinderspielland wurde gemeinsam besichtigt. Die Gesellschafter waren sich einig, dass beide Indoor-Spielelandschaften in Niedersfeld und Winterberg eine Bereicherung sowohl für Gäste wie Einheimische sind. In der anschließenden Gesellschafterversammlung gab es jede Menge zu besprechen.

- Julian Pape, Vorsitzender der Wintersportarena Sauerland, gab einen Rückblick auf die Wintersaison 2018/2019. Der streckenweise frühlingshafte Winter sei insgesamt zufriedenstellend gewesen, hätte jedoch besonders in den kleineren Skigebieten besser ausfallen können. „Spannend war, dass in den Wintermonaten zum Wochenende Tauwetter mit Regenfällen und in der Nacht zum Montag dann wieder ein Wintereinbruch einsetzte“, hieß es. „Das wirkte sich dann auf die tagestouristischen Zahlen aus.“ 

- Projektleiterin Kathrin Schneider präsentierte den Mitgliedern der WTW einen Ausblick auf das regionale Großereignis dieses Sommers: den 119. Deutschen Wandertag vom 3. bis 8. Juli in Winterberg und Schmallenberg. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen. Wanderer und Bürger können sich auf eine Vielzahl an Veranstaltungen rund um das Thema Wandern freuen. Der Geschäftsführer der WTW, Michael Beckmann, ging auf das Rahmenprogramm unter anderem mit den Auftritten der Band Twersbraken am Donnerstag, von Sahnemixx (Udo-Jürgens-Cover-Band) am Freitag, jeweils in Winterberg, und von Amadeus in Elkeringhausen am Samstag ein. Alle Veranstaltung im Rahmenprogramm: „Live, umsonst und draußen“. 

- Auch ein erster Schulterblick in die Entwicklung der Bürgerkarte stand auf der Tagesordnung. Nach der aktuellen Planung wird es drei Stufen geben.

Neue Stelle für Kurbeitragsgerechtigkeit 

- Erfreulich habe sich die Entwicklung der Webseite winterberg.de und der Social Media-Kanäle gestaltet. Im Zeitraum Mai 2018 bis Mai 2019 verzeichnete das Portal knapp 900.000 neue Nutzer mit fast vier Millionen Seitenzugriffen. Rund 85 Prozent der Zugriffe erfolgten aus Deutschland. Mehr als 30.000 Fans folgen Winterberg mittlerweile bei Facebook. „Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden, zeigen sie doch, dass unser Relaunch und unsere Aktivitäten in den Sozialen Medien gelungen sind und unsere Online-Präsenzen mit den informativen Inhalten sehr gut ankommen“, so die Bilanz von Michael Beckmann.

- In Sachen Digitalisierung werde sich auch auf dem Winterberger Marktplatz etwas tun. Im Sommer wird es eine digitale Info-Steele geben, an der sich Bürger und Gäste über Veranstaltungen, Touren, Wetter oder Freizeittipps informieren können. Diese Informationen kann man sich künftig auch aufs Smartphone runterladen. 

- Thema bei der Gesellschafterversammlung waren auch die Kurbeiträge und dabei insbesondere die Problematik nicht gemeldeter Ferienwohnungen auf Buchungs-Portalen wie AirBnB. Um die Kurbeitragsgerechtigkeit über intensive Kontrollen und Überprüfungen zu gewährleisten, hat die WTW eine neue ¾ Stelle eingerichtet. Allein über AirBnB seien zurzeit rund 300 Betriebe für Winterberg gelistet. „Da diese nicht unbedingt mit Klarnamen hinterlegt sind, können die Vermieter nur schwer erfasst werden“, hieß es bei der WTW. „Um nun zu ermitteln, ob der Vermieter bei der WTW ordnungsgemäß gemeldet ist, bedarf es einer intensiven Recherchearbeit.“ „Diese zeitintensive Arbeit kann mit dem vorhandenen Personal nicht mehr gestemmt werden, ist allerdings vor dem Hintergrund der Fehlnutzung von Wohnräumen und der Kurbeitragsgerechtigkeit unerlässlich. Deshalb ist die neue Stelle sehr wichtig für uns“, sagt Michael Beckmann, der darauf hinweist, dass die WTW auch Hinweisen aus der Bevölkerung oder aus anderen Quellen nachgehe, wenn der Verdacht auf eine nicht gemeldete Ferienwohnung besteht. Neben AirBnB werden auch andere Portale überprüft. 

Imageaufwertung der Handwerksbetriebe

- Eine „erfreuliche Entwicklung“ nehme das Projekt „Hand ans Werk“. In den vergangenen Wochen haben nach den Podiumsdiskussionen an den Schulen die Mitglieder des Lenkungskreises ihre Betriebe und die Möglichkeiten für Auszubildende und Angestellte vorgestellt. Die Jugendlichen sollen so einen möglichst authentischen Einblick in die Arbeit in den heimischen Handwerksbetrieben bekommen. 

Parallel wird auch auf anderen Feldern gearbeitet. So wurde unlängst ein Marketing- Konzept entwickelt. Ziel des Konzeptes ist insbesondere eine positive Ansprache von Schülern, jungen Menschen und Fachkräften sowie damit einhergehend eine weitere Imageaufwertung der Handwerksbetriebe. Auch eine eigene Webseite wird zurzeit kreiert und soll bald online an den Start gehen. Die Kopplung „Stärken der Region und attraktives Handwerk in der Region“ steht bei allen Marketing-Ideen stets im Mittelpunkt, so Beckmann weiter. Auf der Agenda stehen zudem die Entwicklung eines Chatbots sowie die Produktion von Videos und Storys, um das Projekt über möglichst alle gängigen Medienkanäle für die Zielgruppen greifbarer und interessanter zu machen. Nachdem die Gesellschafter bei der letzten Gesellschafterversammlung den Betrieb HASAntriebstechnik besichtigt haben, geht es bei der nächsten Gesellschafterversammlung in eine Pflegeeinrichtung im Stadtgebiet.

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