Jannis Bäcker muss auf WM-Teilnahme verzichten

Aus und vorbei

Jannis Bäcker (hinten), noch amtierender Zweierbob-Weltmeister, mit dem Fußball-Weltmeister von 1990 Olaf Thon beim Promi-Anschub „auf Schalke“.

Winterberg/Gelsenkirchen. Aus und vorbei. Bob-Weltmeister Jannis Bäcker vom BSC Winterberg wird nicht zur Titelverteidigung bei der WM vom 23. Februar bis 8. März 2015 auf seiner Hausbahn antreten.

Der langwierig am Knie verletzte 30-Jährige rang sich nach Gesprächen mit Chefcoach Christoph Langen, Co-Bundestrainer Rene Spies und Pilot Francesco Friedrich schweren Herzens zu dieser Entscheidung durch.

„Ich habe mir ins Gewissen reden lassen. Nach meinem Patellasehnen-Anriss bin ich bei wesentlichen Übungen immer noch nicht schmerzfrei. Wenn die Sehne ganz reißt, könnte dies das Ende meiner Karriere bedeuten. Dieses Risiko ist selbst eine Heim-Weltmeisterschaft nicht wert“, berichtete er traurig. Verband und Team planen langfristig mit dem Modell-Athleten, der sich nun in Ruhe und mit Sorgfalt auf die Saison 2015/16 vorbereiten kann. Dann findet die WM in Innsbruck-Igls statt.

Zuvor erwartet ihn eine emotional schwierige Situation. Denn der Ex-Zehnkämpfer wird mit Wehmut am Eiskanal im Hochsauerland stehen, wenn seine Kollegen um die Medaillen fahren. „Die Jungs machen einen guten Job. Trotzdem ist zurzeit der Wurm drin“, lobt der mittlerweile in Gelsenkirchen lebende Bäcker die Anschieber, ohne dass ihm einige Fahrfehler des Piloten verborgen geblieben wären: „Doch lieber jetzt im Weltcup als bei der Weltmeisterschaft.“ Dort werden nach Einschätzung des Zuschauers wider Willen die Schlitten der Deutschen Friedrich, Maximilian Arndt und Nico Walther sowie des Schweizers Beat Hefti und des Letten Oskars Melbardis die Medaillen unter sich ausmachen. Jannis Bäcker prophezeit: „Winterberg wird ein Festival. Ich habe einen sportlichen Höhepunkt verloren.“ Einen privaten dagegen nicht: Er wird demnächst heiraten.

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